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Viersen
Auch der Nikolaus kam nach Süchteln

Viersen: Auch der Nikolaus kam nach Süchteln
Der Nikolaus kam in Süchteln schon eine Woche früher an - was besonders die kleinen Besucher des Weihnachtsmarktes ganz toll fanden. FOTO: Busch
Viersen. In familiärer Atmosphäre genossen die Besucher am Wochenende den Weihnachtsmarkt rund um die Kirche St. Clemens. Bei Glühwein und Püfferkes blieb genügend Zeit zum Erzählen. Von Manfred Baum

Dass Süchteln - neben seinen Höhen, viel Grün, dem volkstümlichen Karneval und der Irmgardisoktav - viel zu bieten hat, beweist sich in der Vorweihnachtszeit. Reizvoll ist der Weihnachtsmarkt, der überschaubar ist, was seine Größe betrifft, doch anheimelnd ist, familiär - und Neuerungen gegenübers stets aufgeschlossen. Rund um St. Clemens, das ließ sich an diesem Wochenende wieder einmal feststelle, lässt es sich gut feiern. Der "Soetelsche Weihnachtsmarkt" ist der größte Markt seiner Art in der Kreisstadt Viersen.

Stets eingebunden wird das Weber- und Tendyckhaus. Dort hatte die Künstlergruppe "VIE 82" ein einladendes Zuhause gefunden, ebenso wie die Fördervereine und karitativ tätige Organisationen. Dass Handarbeit wieder "in" ist, war rasch zu sehen. Und dass Plätzchen aus der Bäckerei des Fördervereins der Orthopädie etwas ganz Besonderes sind, hat sich ebenfalls schon herumgesprochen. Die ehemalige Ortsbürgermeisterin Margret Meier bot sie an. Es gab auch Stofftaschen, eine Schneemann-Familie aus Holz und selbst gemachte Marmelade.

Viele Besucher bummelten über den Markt und genossen die Atmosphäre, wie hier am Lindenplatz. FOTO: Busch

Etwas abseits liegend und dennoch mittendrin präsentierte sich der Handwerkerhof im Schatten von St. Clemens. Am Stand der Polizei gab es den Ratschlag: "Augen auf und Tasche zu". Der gerade mit Gold ausgezeichnete "Franken-Stollen" von Bäckermeister Fred Junglas aus dem Cafe Franken mundete. Wer noch ein "altes Schätzchen" suchte, der fand Gelegenheit beim "Philo-soph" und seinem Antiquariat. An beiden Tagen zogen Bläser durch die vollends verkehrsberuhigte Süchtelner City und ließen Vorfreude aufkommen mit weihnachtlichen Weisen.

Auch eine Weihnachtskutsche war unterwegs. Der Heilige Nikolaus, der immer wieder die Kinder begeistert, drehte seine Runden, schüttelte Hände von leicht verschüchterten oder ganz forschen Jungen und Mädchen. Im Handwerkerhof wurden Spenden gesammelt für den deutschen Kinderschutzbund. Neu in diesem Jahr: eine Spendenaktion für die Stiftung Brustkrebs von Patricia Kelly.

Bläser trugen zur stimmungsvollen Atmosphäre bei - hier beleuchtet vom Feuerschein. FOTO: Busch

Ob Schmuck oder Adventsgesteck, ob Bettlektüre oder weihnachtliche Holzartikel - der Markt ließ kaum Wünsche offen. Ein kleines Kinderfahrgeschäft stand für die jüngeren Besucher ebenso zur Verfügung. Der Bummel über die autofreie Hochstraße erinnerte an einem Spaziergang in den "guten alten Zeiten", denn die Besucher fanden Zeit für Gespräche. Nur einige Autofahrer waren kaum zu belehren, sie ignorierten die Absperrung an der Hochstraße und gefährdeten dadurch Fußgänger.

Die bereits installierte Weihnachtsbeleuchtung verfehlte ihre Wirkung nicht, und bei Püfferkes und Glühwein klangen Posaunenklänge fast wie himmlische Töne.

Der gestrige Sonntag bescherte den Besuchern dann "durchwachsenes" Wetter und einen verkaufsoffenen Sonntag, der die Leistungsfähigkeit des Süchtelner Einzelhandels unterstrich und die Auswahl der Geschenke für manchen sicherlich erleichterte. Süchtelner Vereine und Kindertagesstätten gestalteten das abwechslungsreiche Programm auf der Bühne am Weberbrunnen. Wer den Weihnachtsmarkt aus einer ganz anderen Perspektive erleben wollte, der konnte sich zusammen mit dem Süchtelner Nachtwächter Richard Rath auf den Turm der Kirche St. Clemens begeben. Besonders am Samstag war dies ein nachhaltiges Erlebnis - bei guter Fernsicht auf die Höhen.

Quelle: RP
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