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Viersen
Auch der TSV Boisheim braucht mehr Geld

Viersen. Sportausschuss vertagt Entscheidung über weitere Zuschüsse für Sportplätze auf den 7. November Von David Beineke

Eigentlich sollte im gestrigen Sportausschuss der Stadt Viersen über einen Antrag des Dülkener FC abgestimmt werden. Weil sich bei den Planungen rund um die Sanierung des Hauptspielfeldes im Stadtgarten herausgestellt hatte, dass die Kosten um rund 60.000 auf 410.000 Euro steigen, wollte der Verein mehr Geld als die ohnehin zugesagten 280.000 Euro aus der schon bis 2022 verplanten Sportpauschale des Landes. Doch zu einer Entscheidung kam es nicht. Weil am Tag vor dem Sportausschuss auch noch der TSV Boisheim mitgeteilt hatte, dass bei ihm die Kosten für den Bau eines Rasenplatzes um rund 50.000 Euro auf 235.500 Euro steigen und er mehr Geld braucht, meldete die Mehrheit der Ausschussmitglieder Beratungsbedarf an. Entschieden werden soll im Haupt- und Finanzausschuss am 7. November, dem noch eine Sportausschuss-Sondersitzung vorgeschaltet wird.

Das kommt in Boisheim sicher nicht gut an, weil dort schon der Bagger auf dem Platz steht. Als der mit seinen Arbeiten beginnen wollte, kam zu Vorschein, dass sich im Untergrund nicht nur Asche, sondern auch dicke Steine befinden. Das erhöht die Kosten für Aushub, Wasserversorgung und Entwässerung. Ein Umstand, der Fritz Meies (CDU) mächtig ärgerte: "Ein solches Vorgehen ist naiv und laienhaft. Es muss doch vorher geprüft werden, ob sich Steine im Boden befinden." Paul Schrömbges verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass er Sport- und nicht Baudezernent sei und machte den Vorschlag, dass der rund 80.000 Euro große Rest der Sportpauschale aus 2016 nicht wie im Vorfeld geplant auf drei, sondern auf vier Projekte verteilt wird. Als sich dafür spontan keine Mehrheit fand und darauf hingewiesen wurde, dass die Kosten bei allen vier aktuellen Sanierungsprojekten im Stadtgarten, am Hohen Busch (Kunstrasen/Stadion) und in Boisheim deutlich gestiegen sind, brachte zunächst der Stadtsportverbandsvorsitzende Klaus Grefkes und dann auch die CDU einen weiteren Vorschlag ins Spiel. Um mehr finanziellen Spielraum zu haben, solle auch noch die Sportpauschale für das Jahr 2023 verplant werden.

Quelle: RP
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