| 00.00 Uhr

Viersen
"Auch diese Menschen sind nicht vergessen"

Viersen. Vorstand des Katholikenrates in der Region sprach über die Situation von Arbeits- und Langzeitarbeitslosen. Von Bianca Treffer

Auch wenn der Schwerpunkt nahezu aller Organisationen und Institutionen derzeit auf dem Focus Flüchtlinge liegt, so sind andere Menschen, die ebenfalls Unterstützung benötigen nicht vergessen. Das kristallisierte sich ganz klar bei der Gesprächsrunde heraus, zu der der Vorstand des Katholikenrates in der Region Kempen/Viersen ins Viersener Haus der Region eingeladen hatte.

Am runden Tisch saßen die verschiedenen kirchlichen Einrichtungen und Initiativen aus dem Bereich Arbeit und Menschenwürde, um gemeinsam auf die Situation von Arbeits- und Langzeitarbeitslosen zu schauen und die nächsten Hilfsschritte zu planen. "Auch wenn derzeit alle das Thema Flüchtlingsarbeit aufgenommen haben und sich dort einbringen, sind die Menschen, die arbeitslos, geringfügig beschäftigt bzw. in Arbeit sind, aber nicht genügend verdienen, um über die Runden zu kommen, nicht aus unserem Blickfeld verschwunden", betonte Altfrid Spinrath, Vorsitzender des Katholikenrates.

Flüchtlinge willkommen heißen, aber andere nicht aus dem Blick verlieren, sei die Devise, fügte er an. Ein großes Thema war so die Solidaritätskollekte für Arbeitslose. Unter dem Leitsatz "Weil Arbeit nicht vom Himmel fällt..., sind wir gefragt!" erfolgt die Aktion jedes Jahr im Mai. Die Kollekte, die am Aktionstag in den katholischen Kirchen im Bistum Aachen eingeht, fließt komplett in die Arbeit der insgesamt 40 kirchlichen Arbeitsloseninitiativen im Bistum Aachen, in denen arbeitslose Menschen beraten und gefördert werden.

Was im Kreis Viersen gesammelt wird, verbleibt dabei auch im Kreis Viersen, wo unter anderem die Initiative gegen Arbeitslosigkeit zu den Organisationen gehört, die aus den Kollektegeldern Unterstützung für ihre Arbeit erfahren. Die Solidaritätskollekte im kommenden Jahr soll aktuell noch stärker beworben werden, als es bisher schon der Fall war. "Wir planen an dem Tag Laienpredigten und Gottesdienste, in denen betroffene Arbeitslose sprechen", sagte Spinrath. Mit Begeisterung begrüßte die Runde die geplante Vergrößerung der Initiative gegen Arbeitslosigkeit. Zum einen hat sie durch eine weitere halbe Stelle eine Aufstockung erfahren und auf der anderen Seite will sie ein Arbeitslosenzentrum in Viersen ins Leben rufen. Ein weiterer Punkt beim Gesprächsabend waren zudem die anstehenden Neuwahlen bei der Initiative gegen Arbeitslosigkeit.

Pfarrer Konrad Mohr als Vorsitzender und Diakon Karl Aymanns als Geschäftsführer hören aus Altersgründen auf. Für die Nachfolge stehen Diakon Matthias Totten und Monika Lindackers, die Geschäftsführerin der KAB, bereit.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Viersen: "Auch diese Menschen sind nicht vergessen"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.