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Viersen
Auf der Suche nach der Katastrophe

Viersen. Viersen Rette sich, wer kann, die Sintflut naht! Noah, der Held aus dem Alten Testament und Vorsitzender des "Clubs der Sintflutüberleber", tut alles dafür (manipulativ mittels seines selbstgebauten Klimawandlers und hinter dem Rücken seiner Gattin), um Gott zu erzürnen, auf dass dieser die Katastrophe erneut über die Menschheit herabkommen lassen möge. Dies tut Noah nicht ganz uneigennützig. Nicht nur, dass Gott ihn damals mit dem Schiffsbau-Experten Naoh verwechselt hatte und ihn, Noah, einen mittelmäßigen Winzer, aus Versehen mit dem Bau der Arche beauftragte.

Seit der ersten Sintflut ist er leider auch nie wieder zu Ruhm und Ehre gelangt. Nur das Modell der Arche, welches ihn beim infantilen Planschen in seiner Badewanne an die 40-tägige Kapitänsrolle erinnert, lässt seinen tristen Alltag in Regenbogenfarben erstrahlen. Dann träumt er von einer heldenhaften Zukunft. Doch alle Bemühungen sind vergebens. Gott will nicht katastrophal sein, das ersehnte Zeichen zum Bau der Arche II lässt auf sich warten. Derweil mimte Noah den gewieften Kaffeefahrt-Verkäufer und versuchte, den rund 70 Zuschauern im Viersener Varieté Freigeist ein unschlagbares Angebot (nur hier und nur am heutigen Freitag!) anzudrehen.

In seiner anderthalbstündigen Darbietung erzählte er, wie es damals wirklich war, und warum sie dieses Schnäppchen unmöglich ablehnen könnten. Für das Entertainment an Bord der Arche II sorge nämlich kein geringerer als Noah (Bernd Schüren aus Mönchengladbach) selbst, und im All-Inclusive-Preis seien alle Getränke (außer Alkohol, wie schade!) enthalten. Selbstironisch und geschäftstüchtig verteilte er Anmeldebögen, mit der Bitte um Barzahlung. Noah ist zwar kein Schiffsbau-Experte, doch geschäftstüchtig allemal.

Und bis die Sintflut kommt, heißt es für Noahs Arche-Tours: Zeit ist Geld! (paka)

Quelle: RP
 
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