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Dures Kückemanns
Ausgerüttelt

Viersen. Nichts ist lebensgefährlicher als das Leben, Freunde. Mindestens ebenso bedenklich sind Politiker, die sich sorgen. Um uns, unser Wohlergehen und das der innovativen Wirtschaft. Wo drohen beispielsweise ganz üble Gefahren? Die Antwort liegt nahe. Auf Friedhöfen. Denn Menschen nehmen von Dahingeblichenen nicht einfach Abschied, sondern stellen Steine auf. Grabmale haben die ollen Ägypter schon errichtet. Allerdings stehen deren Pyramiden noch, während ein hiesiges Grabmal in der Regel nach einigen Jahren dazu neigt, sich zu neigen. Wehe der Oma, die gerade mit dem Krätzchen in der einen Hand und ausgerissenen Wildkräutern in der anderen da steht, wohin der Stein kippt. Nun könnte man auf die Idee kommen, die Besucher von Friedhöfen zu bitten, Sicherheitsschuhe und Schutzhelme zu tragen. Denn von Nadelbäumen herabfallende Zapfen können verheerende Schäden in den Oberstübchen einer Trauergemeinde heraufbeschwören. Nicht so die CDU. Sie lässt die richtlinienkonforme Prüfung von Grabsteinen von Hand ergänzen durch den Einsatz eines Gerätes, das den Regeln der Technik entspricht. Es reicht ihr nicht, dass ein städtischer Bediensteter mal am Grabstein zupft, um dessen Standhaftigkeit festzustellen. Rütteln darf er sowieso nicht. Die Stadt kauft ein Gerät für 1250 Euro und berappt jährlich 135 Euro für Kalibrierung. Ob es das für die Hirnrinde gibt? Ein bisschen Druck und Kalibrierung wirken Wunder.

Bis zum nächsten Mal

Quelle: RP
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