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Viersen
Bagger fahren durchs Belgische Viertel

Viersen: Bagger fahren durchs Belgische Viertel
Bürgermeisterin Sabine setzte beim offiziellen Spatenstich einen Bagger in Bewegung. RP-Foto: Franz-Heinrich Busch FOTO: Anemüller
Viersen. Im Winter 2018 soll der Edeka-Markt an der Brüsseler Allee fertig sein, ein Jahr später stehen neue Einfamilienhäuser und Wohnkomplexe daneben. Seit gestern wird auf dem 27.000 Quadratmeter großen Gelände gebaut Von Nadine Fischer

Lange Zäune, Gras, Erdklumpen - Einöde. An den Anblick haben sich Autofahrer, die auf der Brüsseler Allee zwischen Krefelder Straße und Viersener Bahnhof unterwegs sind, längst gewöhnt. Bald ändert sich das Bild. Gestern setzte Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) im geplanten Belgischen Viertel einen Bagger in Bewegung, damit beginnt auf dem Gelände die Bauphase. Auf 27.000 Quadratmetern zwischen Krefelder Straße, dem Kreisverkehr Antwerpener Platz, der Brüsseler Allee und der Güterstraße entstehen Einfamilienhäuser, ein Supermarkt und ein sechsteiliger Gebäudekomplex mit Seniorenwohnungen.

Im Süden des Geländes unterhielt früher die britische Rheinarmee ein großes Depot. Dort wird ein Edeka-Markt mit rund 1800 Quadratmetern Verkaufsfläche gebaut. Das Belgische Viertel ist in drei Abschnitte unterteilt: Im ersten entsteht bis Ende 2018 auf 11.000 Quadratmetern der Vollsortimenter, daneben ist im zweiten auf 11.500 Quadratmetern Platz für 28 Familienhäuser mit Gärten, im dritten auf 4500 Quadratmetern für 60 bis 65 Geschosswohnungen. Die Abschnitte II und III sollen 2019 fertig bebaut sein. Zudem werden im Viertel rund 50 Bäume gepflanzt, Grün- und Spielflächen angelegt.

Passivhäuser im Bauhausstil sind für Abschnitt II vorgesehen, zwischen 80 und 142 Quadratmeter groß. Inklusive Grundstück wird die günstigste Variante 242.000, die teuerste 364.000 Euro kosten. Die Vermarktung läuft.

Für Abschnitt III nahe des Antwerpener Platzes hat sich bereits ein Langzeitmieter gefunden: Die Diakonia, ein vor neun Jahren gegründeter ambulanter Pflegedienst der evangelischen Kirchengemeinde, richtet in vier der sechs Gebäudeteile 45 barrierefreie und altersgerechte Wohnungen ein. Die übrigen rund 20 Wohnungen werden frei vermietet. Gereon Frauenrath, einer der Bauherren, hebt die "herausragende Lage" des Belgischen Viertels hervor: "Die Nähe zum Bahnhof, die unmittelbar vor der Tür liegende Möglichkeit der Nahversorgung im Edeka-Markt, die exzellente Verbindung zu Viersens Innenstadt und die Nähe zur Natur der Niersniederungen kennzeichnen den Standort." Sabine Anemüller betont, das Belgische Viertel sei ein wichtiger Entwicklungsschub für die Weiterentwicklung der Stadt: "Die Nutzungsstruktur und städtebauliche Gestaltung garantieren ein lebendiges Viertel. Junge Familien, Singles und Senioren finden in den gemeinsamen Grün- und Spielflächen zueinander."

Auch der Viersener Investor Peter Zaum sieht das Projekt als bedeutend für die Stadt an. "Wir haben bisher nicht nur 25.000 Tonnen Bodenmasse für die Grundstückssanierung bewegt und abgefahren. Wir wollen mehr bewegen: unsere Stadt nach vorne bringen", sagt er.

Quelle: RP
 
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