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Viersen
Bahnhof Viersen: 20 neue Fahrradboxen geplant

Viersen: Bahnhof Viersen: 20 neue Fahrradboxen geplant
Im April 2015 wurden die ersten 25 Fahrradboxen am Park-and-Ride-Parkplatz des Viersener Bahnhofs aufgestellt. Wenige Wochen später folgten 25 Boxen im Bereich des Bahnhofsvorplatzes. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Viersen. Die Stadtverwaltung bereitet einen Förderantrag für die zusätzlichen Stellplätze vor. Der VRR könnte den Großteil der Kosten übernehmen Von Nadine Fischer

Die abschließbaren grauen Kästen sind beliebt. 50 davon sind vor und hinter dem Bahnhofsgebäude in Viersen aufgestellt. Sie alle sind an Kunden vergeben, die darin ihre Fahrräder unterbringen, bevor sie zum Beispiel mit dem Zug zur Arbeit weiter fahren. Es gibt sogar eine Warteliste mit 42 Interessenten, die selbst gerne mit der Stadt Viersen einen Nutzungsvertrag für eine der Fahrradboxen abschließen würden. Deshalb plant die Stadtverwaltung nun, 20 weitere Boxen aufzustellen. Dafür muss sie aber zuerst einen Förderantrag beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) einreichen, der bis zu 90 Prozent der Kosten übernehmen könnte.

Bereits im Dezember 2016 hatte die SPD-Ratsfraktion einen Antrag "auf Errichtung zusätzlicher Fahrradboxen am Bahnhof Viersen" gestellt. In seiner jüngsten Sitzung hat nun der Ordnungs- und Straßenverkehrsausschuss beschlossen, dass die Stadt einen Förderantrag an den VRR vorbereiten soll. Sollte der Verkehrsverbund Geld beisteuern, könnten die neuen Fahrradboxen 2019 aufgestellt werden.

Insgesamt würde es 39.500 Euro kosten, 20 Boxen zu kaufen - davon wären 35.500 Euro Fördermittel, erläutert die Technische Beigeordnete Beatrice Kamper in der Sitzungsvorlage. "Es besteht eine Bagatellgrenze von 25.000 Euro zuwendungsfähiger Kosten. Zudem müssen mindestens 25 Prozent der Boxen mit einem elektronischen Schließsystem ausgestattet sein." Nutzer, die nur gelegentlich ihr Rad am Bahnhof abstellen, können diese Boxen für jeweils maximal 72 Stunden mieten. Die übrigen Boxen werden dauerhaft vermietet.

"Die Kosten für eine herkömmliche Box betragen inklusive der Herstellung der Fläche etwa 1800 Euro", berichtet Kamper. "Für eine Box mit elektronischem Schließsystem liegen noch keine aktuellen Preise vor, jedoch kann von etwa 2500 Euro ausgegangen werden", schätzt Kamper. Grundlage dafür seien die Angaben eines Händlers. Um oberhalb der Bagatellgrenze für eine Förderung zu liegen, müsse die Stadt beim VRR mindestens zehn herkömmliche und drei elektronische Fahrradboxen beantragen. "Die Verwaltung hält die Errichtung von 20 Fahrradboxen für sinnvoll und notwendig", betont Kamper.

Stadtsprecher Frank Schliffke erklärt: "Wegen der vorgegebenen Zeitpläne für solche Abläufe beantragt die Stadtverwaltung nun die Aufnahme in das ÖPNV-Förderprogramm 2019." Der Beschluss des Ordnungs- und Straßenverkehrsausschusses stehe allerdings unter einem Vorbehalt: "Er kann nur umgesetzt werden, wenn das dafür erforderliche Geld im städtischen Haushalt des Jahres 2019 bereitgestellt wird."

Quelle: RP
 
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