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Viersen
Bahnhofsvorplatz erhält neues Gesicht

Viersen: Bahnhofsvorplatz erhält neues Gesicht
Die Pflasterarbeiten für die neue Fußgängerinsel vom Viersener Bahnhof laufen auf Hochtouren. Die Eröffnung des umgestalteten Bahnhofvorplatzes soll am 19. September erfolgen. FOTO: Busch
Viersen. Vor dem Viersener Bahnhof laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Ende August soll die Umgestaltung abgeschlossen sein. Von Bianca Trfeffer

"Zur Zeit sieht es noch ein bisschen chaotisch aus", meint der städtische Projektsteuerer IER Dietmar Schmitt und lässt den Blick über den Viersener Bahnhofsvorplatz schweifen. Innerhalb des Bauzaunes, der den gesamten Vorplatz absperrt, wird fleißig gearbeitet.

Überall sind Handwerker mit Pflasterarbeiten beschäftigt. So sind die Behindertenparkplätze am zukünftigen "Kiss and Ride Parkplatz" schon zu erkennen, während die restliche Fläche noch eine festgestampfte Erdmaße ist. Das dumpfe Klopfen der zahlreichen Gummihämmer, mit denen einzelne Pflastersteine in ihre vorgegebene Lage gebracht werden, wird übertönt vom Kreischen der Steinsäge. Ein kurzes Aufstauben, dann fehlt dem Stein eine Ecke und er ist passgenau bearbeitet. Paletten mit Pflastermaterial stehen reihenweise am Rand und warten auf ihre Verarbeitung. Dazwischen parken zwei Bagger für die noch ausstehenden Erdarbeiten. Vor dem Baucontainer stapeln sich weitere Materialien und das grüne Toilettenhäuschen steht dort, wo Besucher in naher Zukunft einen äußerst schönen Anblick auf das Wasserbecken mit Springbrunnen haben werden. Das ist derzeit allerdings kaum zu sehen, da unterschiedlichstes Grün - darunter sogar Kürbisse - wild in die Höhe wächst. "Wir sprechen hier von sogenannten Zeigepflanzen. Der ausgebrachte Oberboden enthielt Samenkörner. Das alles wächst nun dementsprechend. Die eigentliche Grüngestaltung im Hauptbereich erfolgt erst zum Schluss, solange darf alles wild wachsen", erklärt Schmitt.

Die Radfahrer können sich freuen: Die überdachte Abstellfläche ist einsatzbereit, die abschließbaren Fahrradboxen sind ebenfalls schon aufgebaut. FOTO: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen)

Dass schon vorgenommene Grünarbeiten es schwer haben, zeigt der vordere Bereich. Dort säte die Stadt bereits Rasen ein, mit dem Ergebnis, dass dort nichts wächst. Der Grund: Viele Bürger laufen quer über die Fläche, weil sie diese als Abkürzung zur aktuellen Ersatzbushaltestelle nehmen. Von Rasen ist in diesem Bereich entsprechend nichts zu sehen. Nachsäen ist angesagt, sobald die Ersatzhaltestelle weg ist. "Da hat auch keine Absperrung mit Flatterband geholfen", bemerkt Schmitt etwas säuerlich.

Die Einfassungen der einzelnen Beete, direkt vor dem Bahnhof, liegen bereits vor, wobei es sich um den alten Ruhrsandstein handelt, der einst auch vor dem Bahnhof anzutreffen war. Mit diesem Vorgehen möchte die Stadt ein weiteres Stück dem Denkmal gerecht werden und alte Strukturen einbauen. Auch das Wasserbecken ist an der Stelle zu finden, wo es früher mit seiner Wasserfläche die Besucher erfreute. "Der Springbrunnen war für einen Test bereits an und wird demnächst in dem rund fünf mal vier Meter Becken sprudeln", freut sich Schmitt. Die Wege, die später Wasserfläche und Grünanlagen umrunden, warten noch auf ihre wassergebundene Decke, was auch für die sogenannte Kunstfläche gilt, die vor den bereits fertiggestellten überdachten Fahrradstellplätzen samt Fahrradboxen liegt. Der Radweg ist erkennbar und der Fußweg fertiggestellt.

Die neue Info-Technik ist schon in Betrieb, die Grünanlagen brauchen noch. FOTO: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen)

Bereits aufgebaut sind auch schon die Haltestellenhäuschen, an denen später die Busse entlang fahren werden. Die Beleuchtungsmaste ragen hingegen wie lange Stöcke aus dem Boden, denn die Lampen fehlen noch. Die taktilen Leitelemente im Boden zeigen, dass die Umgebung des Bahnhofes für Menschen mit Handicap kein Problem werden wird, was auch für die Verkehrsinsel gilt, an der ebenfalls noch fleißig gearbeitet wird. "Wir liegen gut im Zeitplan und auch die Kosten bewegen sich im festgesteckten Rahmen", sagt Schmitt. Die Abwicklung sei bislang dank der guten Zusammenarbeit aller genauso positiv wie beim Inneren Erschließungsring, kurz IER genannt, gelaufen, fügt der Projektsteuerer an.

Quelle: RP
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