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Viersen
Bei Hauptschülern Interesse für das Handwerk wecken

Viersen. Neue Kooperation mit der Dülkener Firma Otto Fuchs Von Bianca Treffer

Die Gemeinschaftshauptschule Süchteln hat schon fünf, die Europaschule Schwalmtal eine Kooperation mit Unternehmen. Jetzt haben beide einen weiteren Partner: das Dülkener Unternehmen Otto Fuchs, das in der Zuliefererindustrie tätig ist. "Wir arbeiten bei Praktika mit Fuchs schon seit längerem zusammen. So entwickelte sich die Idee, daraus mehr zu machen", sagt Astrid Symanski-Pape, Koordinatorin für Studiums- und Berufsorientierung an der Europaschule.

Beide Schulen trafen sich bei einer Kooperationsunterzeichnung mit Aldi-Süd. Schnell war klar, mit der IHK und der Wirtschaftsförderung der Stadt Viersen die neue Zusammenarbeit anzugehen. Womit man bei Fuchs offene Türen einrannte. "Viele wissen gar nicht, was wir machen und wie breit das Unternehmen aufgestellt ist. Dazu kommt: Die Bewerbungen gehen zurück. Bislang konnten wir immer noch alle Ausbildungsstellen besetzen. Das möchten wir auch zukünftig tun", sagt Burkhard Eckelt, Leiter der Personalabteilung. Er sieht in der neuen Kooperation Chancen für beide Seiten. Das Unternehmen bildet in sieben Bereichen, wie Maschinen- und Anlagenführer, Werkzeug- sowie Zerspannungsmechaniker, Industrietechniker, Mechatroniker und Elektroniker bis hin zur kooperativen Ingenieurausbildung, Studiengang Maschinenbau, aus. 13 Lehrlinge gibt es am Standort Dülken; insgesamt sind dort 480 Mitarbeiter tätig. Der Vertrag beinhaltet etwa Angebote von Block- und Langzeitpraktika, Betriebsbesichtigungen für Schüler und Berufsfelderkundungen. "Für viele ist ein Langzeitpraktikum der Start in die Ausbildung", sagt Symanski-Pape.

Helga Müsch, Leiterin der Süchtelner Hauptschule, meint, dass man "über die Firmenkooperationen generell dem Trend des zurückgehenden Handwerks entgegenwirken kann". Wer einmal gesehen habe, was Handwerk leiste und welche Karrierechancen es biete, der nutze auch die Chance auf eine duale Ausbildung. Die Hauptschule möchte gern noch mehr: "Wir könnten uns Betriebsbesichtigungen für Eltern vorstellen", so Bernd Ahrens, Koordinator für Studiums- und Berufsorientierung. Dafür würde die Schule gerne bei den Eltern der Achtklässler ansetzen und diese für Betriebsbesichtigungen gewinnen.

Quelle: RP
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