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Kreis Viersen
Beirat: Keine Diskussion über Depot

Kreis Viersen. Als wenig glücklich empfanden Mitglieder des Landschaftsbeirates beim Kreis Viersen die Diskussion um die Missstände im früheren Brachter Depot. Eine Diskussion zu dem brisanten Thema fand in der jüngsten Sitzung des Gremiums, dem Vertreter von Natur- und Umweltverbänden, Reitern, Landwirten und Waldbauern angehören, am Dienstagabend nämlich nicht statt. Beiratsmitglied Heidrun Fiedler aus Hinsbeck hatte im Vorfeld der Sitzung dem Vorsitzenden Georg Sennert einen Fragenkatalog zugesandt, in dem die Vertreterin des Kreisverbandes des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) umfassende Antworten von der unteren Landschaftsbehörde zur Situation im Brachter Depot, vor allem zum Damwild-Notstand und den geplanten Abschüssen, einforderte. Von Andreas Reiners

Der zuständige Technische Dezernent der Kreisverwaltung, Andreas Budde, hielt sich bei seiner Antwort sehr zurück. Immerhin hat der BUND wegen der Missstände Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Mit Blick auf das schwebende Verfahren klammerte Budde den gesamten aktuellen Bereich Damwild aus. Die Stellungnahme war sehr allgemein gehalten. Im Übrigen vermittele die Fokussierung nur auf die momentane Damwildproblematik "ein völlig falsches Bild der allgemeinen Verhältnisse im Depot", so Budde.

Die vom BUND geforderte Diskussion im Landschaftsbeirat scheiterte an Verfahrensfragen. Über die BUND-Anfrage und die Antwort des Kreises konnte nicht diskutiert werden, weil das Thema nicht als ordentlicher Punkt auf der Tagesordnung stand. Eine Debatte, so forderten Beiratsmitglieder, müsse dringend erfolgen.

Quelle: RP
 
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