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Niederkrüchten
Bennet Gielen bleibt an der Spitze der CDU

Niederkrüchten. Nach der verlorenen Bürgermeisterwahl hat die CDU ihrem Vorsitzenden Bennet Gielen demonstrativ den Rücken gestärkt: Bei der Mitgliederversammlung erhielt der 35-Jährige 41 von 41 möglichen Stimmen und wurde ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung wiedergewählt. Im Amt bestätigt wurden auch die stellvertretenden Vorsitzenden Helga Korth und Matthias Polmans sowie Geschäftsführer Reinhardt Lüger und Kassierer Detlef Meyer. Als Beisitzer komplettieren Werner Bohnen, Daniel Bohnsack, Martin Fackler, Johannes Hürckmans, Justin Nacar, Manfred Schmitz, Dr. Werner Steinforth und Daniel Verhouven den Vorstand. Angesichts der Terrorattacken von Paris und der vereitelten Anschläge in Hannover konstatierte Gielen, "dass der islamistische Terror auch vor unserer eigenen Haustür nicht halt macht, nicht mehr abstrakt, sondern sehr konkret geworden ist". Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, für Demokratie und Freiheit einzutreten.

Gielen wies in diesem Zusammenhang auf die Gegenveranstaltungen zur AfD-Demo am 13. November hin. Hier hätten die Bürger "ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt, dass wir mit Mut für unsere Werte und gegen Fremdenfeindlichkeit und Hass einstehen". Dafür zollte auch der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Dr. Marcus Optendrenk den Bürgern "Hochachtung". Er warnte davor, die Flüchtlingskrise und die Terroranschläge politisch zu instrumentalisieren: "Die Flüchtlinge sind vor denen geflohen, die jetzt diesen Krieg nach Europa tragen." Die Unterbringung von 2500 Flüchtlingen auf dem Elmpter Flughafengelände sei "eine ganz große Herausforderung" für die Gemeinde. Andererseits biete die dort parallel voranzutreibende Gewerbeentwicklung auch "eine riesengroße Chance".

Als Konsequenz aus der Bürgermeisterwahl schwor Gielen die CDU auf Bürgernähe und Geschlossenheit ein. Um stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger zu haben, sei es wichtig und solle auch so bleiben, dass die meisten aktiven CDU-Mitglieder nicht nur in der Partei, sondern zudem in Kirchen, Vereinen und Bruderschaften aktiv sind. "Um unsere Glaub- und Vertrauenswürdigkeit zurückzugewinnen, sollten wir künftig geschlossener auftreten", mahnte Gielen, auch mit Blick auf die Uneinigkeit der Ratsfraktion in der Vollsortimenter-Frage. Es sei wichtig, intensiv und kontrovers zu diskutieren. Ziel müsse allerdings sein, am Ende mit einer einheitlichen, gemeinsamen Stimme zu sprechen.

(jos)
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