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Viersen
Berater helfen, bevor Strom und Gas gesperrt werden

Viersen. Für viele Menschen ist Leben ohne Strom und Gas nicht vorstellbar, doch für einige ist das in Deutschland Realität. Einen Weg aus der Energiearmut bietet das Modellprojekt "NRW bekämpft Energiearmut", für das die NEW, die Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Mönchengladbach, und das Verbraucherschutzministerium kooperieren. Das Projekt gibt es seit 2013, nun wurde es für weitere drei Jahre verlängert. Ziel der Projektpartner ist es, Versorgungssperren zu vermeiden und Energiearmut frühzeitig zu bekämpfen.

Seit Projektbeginn gab es 595 Budget- und Rechtsberatungsgespräche für die Betroffenen bei der Verbraucherzentrale in Mönchengladbach-Rheydt an der Bahnhofstraße 21. Die Gründe, warum Menschen ihre Energiekosten nicht bezahlen können, sind sehr unterschiedlich. Meinst steckten größere Probleme dahinter, erklärt Beraterin Ursula Winbeck - etwa durch ein geringes Einkommen, einen hohen Energieverbrauch alter Geräte oder Schulden. Werden dann Strom und Gas gesperrt, können viele Betroffene die oft hohen Gesamtforderungen nicht begleichen. Sie brauchen Hilfe bei der Bewältigung dieses Problems und bei der Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage. Rund 50 Prozent der Verbraucher, die beraten wurden, beziehen Hartz IV. Weitere 23 Prozent sind erwerbstätig, elf Prozent beziehen Rente. Seit Projektbeginn konnten durch das Einschalten der unabhängigen Fachberatung 47 Prozent der bevorstehenden Sperren verhindert werden.

Zu erreichen ist die Budget- und Rechtsberatungsstelle, Ursula Winbeck, unter Telefon 02166 3984105, donnerstags von 10 bis 12 Uhr. Sprechstunde ist donnerstags von 12 bis 13.30 Uhr.

Quelle: RP
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