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Niederkrüchten.
Betreiber wollen drei Windräder in der Nähe von Heineland bauen

Niederkrüchten.: Betreiber wollen drei Windräder in der Nähe von Heineland bauen
Die Karte zeigt in einer groben Darstellung die Windkraft-Standorte, für die Genehmigungsanträge von Betreiberfirmen vorliegen. Die markierten Standorte sind nicht detailgenau. FOTO: Gemeinde Niederkrüchten
Niederkrüchten.. Die Windräder sollen nach den Anträgen der Windkraftbetreiber in der Nähe des geplanten Neubaugebiets entstehen. Bürgermeister Wassong spricht sich dagegen aus Von Jochen Smets

Die Gemeinde Niederkrüchten möchte Windkraftanlagen vor allem im künftigen Energie- und Gewerbepark auf dem ehemaligen Militärflughafen in Elmpt konzentrieren. So lange wollen einige umtriebige Betreiberfirmen jedoch offenbar nicht warten. Wie Bürgermeister Kalle Wassong jetzt im Hauptausschuss mitteilte, liegen der Verwaltung mehrere Anträge von Windkraftbetreibern vor - und zwar für Standorte, die nicht den Planungszielen der Gemeinde entsprechen.

So möchten die Antragsteller vier Windräder westlich von Oberkrüchten und Boscherhausen errichten. Drei Anlagen wollen sie zwischen Elmpt und Overhetfeld nahe dem Dilborner Wald aufbauen. Hinzu käme ein einzelnes Windrad an der B221 Richtung Arsbeck nahe dem Tierschutzhof.

Zündstoff birgt vor allem der Standort zwischen Elmpt und Overhetfelt, denn er liegt in unmittelbarer Nähe zum geplanten Neubaugebiet Heineland.

Für die Vermarktung wäre es alles andere als förderlich, potenziellen Käufern die freie Sicht auf drei gewaltige Windräder schmackhaft machen zu müssen. Darum stellte Bürgermeister Kalle Wassong im Hauptausschuss auch unmissverständlich klar: "Drei Windkraftanlagen in der Nähe eines neuen Baugebiets sind nicht in unserem Interesse." Die drei Windräder am Dilborner Wald hätten eine Gesamthöhe von jeweils 150 Meter inklusive Rotor. Die übrigen Windräder im Bereich Oberkrüchten/Boscherhausen kämen sogar auf 207 Meter Gesamthöhe. Zum Vergleich: Die beiden bestehenden Windkraftanlagen südlich von Oberkrüchten weisen eine Gesamthöhe von 140 Meter auf.

Der Rat der Gemeinde hatte bereits im Februar beschlossen, in einer Potenzialstudie mögliche Vorrangflächen für die Windenergie zu ermitteln. Ziel ist es, den Windkraft-Ausbau selbst zu steuern. Bis zur Fertigstellung der Studie sollten Genehmigungsanträge von Windkraftbetreibern zurückgestellt werden. Die Gemeinde lasse rechtlich prüfen, wie mit den vorliegenden Anträgen umzugehen ist, so Wassong. Klar sei: "Wir wollen keinen Wildwuchs von Windkraftanlagen auf unserem Gemeindegebiet."

Quelle: RP
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