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Viersen
Betrüger-Trio gerät an Polizisten

Viersen: Betrüger-Trio gerät an Polizisten
Auf dem Parkplatz eines Discounters an der Süchtelner Straße ereignete sich der Betrugsversuch. FOTO: Röse
Viersen. In Viersen probierten zwei Männer und eine Frau den "Klemmbretttrick", gerieten aber an den Falschen: Sie sprachen auf dem Parkplatz eines Discounters ausgerechnet einen Polizeibeamten an... Von Martin Röse

Es war Dienstagnachmittag, kurz nach 16 Uhr, als zwei Männer und eine Frau auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes an der Süchtelner Straße auf einen Mann im Auto zusteuerten. Was das Trio nicht ahnte: Bei dem Mann handelte sich um einen Polizeibeamten, der sich nicht im Dienst befand. Während er noch im Fahrzeug saß, näherte sich eine der unbekannten Personen und hielt dem Beamten ein Klemmbrett mit Behindertensymbol sowie einen sogenannten "Bettelzettel" hin. "Diese Vorgehensweise wird durch Betrüger- und Diebesbanden häufig angewandt, um entweder - ungerechtfertigt - Geld von den Betroffenen zu erbetteln und so deren Gutmütigkeit auszunutzen, oder aber unter Zuhilfenahme von zum Beispiel Klemmbrettern als Sichtschutz einen Diebstahl zu begehen", erklärt Polizeisprecherin Antje Heymanns.

Als der Polizeibeamte, mit diesem Hintergrundwissen ausgestattet, umgehend die Polizeileitstelle informierte, entfernten sich die drei Personen zügig. Der Mitarbeiter der Polizei Viersen konnte die Personen noch verfolgen, bis sie ein in der Nähe abgestelltes Auto mit Duisburger Kennzeichen bestiegen und sich entfernten. Die Ermittlungen zum Fahrzeug und Halter sowie zu den verdächtigen Personen dauerten gestern noch an.

Die Polizei appelliert, sich im Zusammenhang mit solchen Personen ein genaues Bild über eine mögliche Hilfsbedürftigkeit zu verschaffen. "Sollte die Hilfsbedürftigkeit nämlich nur vorgetäuscht sein, begehen die Personen eine Straftat", erklärte die Polizeisprecherin. Die Polizei hat eine Reihe von Verhaltensempfehlungen zusammengestellt: Sie sollten immer argwöhnisch reagieren, wenn Sie in offensiver oder gar aggressiver Weise angesprochen und um Geld gebeten werden. Nicht selten nutzen Täter in solchen Fällen bei ihren Opfern das Gefühl des "Überrumpeltseins" aus, um Diebstähle zu begehen. Informieren Sie als betroffener Bürger oder als Geschäftsinhaber bitte in jedem Falle die Polizei, wenn Ihnen Personen auffallen, die sich auf die beschriebene Weise verdächtig verhalten. Die Arbeit der Polizei und auch deren Erfolg lebt von Ihren Hinweisen. Melden Sie uns verdächtige Personen über die 110!

Quelle: RP
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