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Schwalmtal
Bezirk feiert Waldniels Schützenkaiser

Schwalmtal: Bezirk feiert Waldniels Schützenkaiser
Neuer Bezirksschützenkönig wurde Herbert Gerhards von der St.-Magdalena-Bruderschaft Schellerbaum. Begleitet von den Ministern Dirk Schmitler und Daniel Joppen sowie ihren Damen zeigten sie sich anschließend in Waldniel. FOTO: Busch
Schwalmtal. Peter Kohnen zog zum dritten Mal als König der Vereinigten Waldnieler Schützenbruderschaften auf. Der 111. Schuss war beim Bezirksschießen der entscheidende Treffer: Herbert Gerhards ist neuer Bezirksschützenkönig. Von Paul Offermanns

"Salutschüsse" fielen beim Bezirksschützenfest der Vereinigten Bruderschaft Waldniel auf dem Platz vor dem Pfarrzentrum. Ihre Ehrenschüsse auf den Vogel, der auf der mobilen Anlage montiert war, gaben Diakon Franz-Josef Cohnen, Bürgermeister Michael Pesch, Bezirksbundesmeister Franz Rosenberger und Bezirkskönig Ralf Arzten ab. Sie untermalten so eine kirchliche Trauung in St. Michael.

Mit den Glocken des "Schwalmtaldoms wurde so das etwas verzögerte Bezirksschießen "eingeläutet". Selten haben bisher alle Könige aus dem Bezirk bis zum Schluss mitgeschossen, um den Vogel herunterzuholen. Sein Debüt gab der neue Bezirksschießmeister Udo Boochs, der die 13 Könige und einen Kaiser "schießsicher" machte. Im achten Durchgang jubelten die Zuschauer. Herbert Gerhards von der St.-Georg-Bruderschaft Schellerbaum holte mit dem insgesamt 111. Schuss den Rest vom Vogel herunter. Zuvor hatte der Waldnieler Kaiser Peter Kohnen "abschussreif" gedreht. Mit den Worten "Du bist mir aber einer", gratulierte Ehefrau Marlies Gerhards-Kemper ihrem Ehemann.

In zweiter Reihe Schützenkaiser Peter Kohnen mit Gattin Monika, dahinter Minister Heinz-Dieter und Barbara Kamper und vorne Minister Jörg Emgenbroich mit Gattin Claudia und Maria Meurer, Gattin des Königsadjutanten. FOTO: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen)

"Ich hatte heute Morgen schon geahnt, dass ich ihn abschießen würde", berichtete der glückliche Bezirkskönig: "Ich wollte es aber auch so, weil mir das Schützenwesen großen Spaß macht." Aber ihm ist auch bewusst: "Natürlich habe ich jetzt mehr Verpflichtungen." Ihm wurden die zerfledderten Stücke des Vogels, die wie Teile eines Puzzlespiels aussahen, überreicht. "Ich werde sie mir passend zusammensetzen", meinte Gerhards. Seine Minister sind Daniel Joppen und Dirk Schmickler.

Die Devise des Kaisers Peter Kohnen - mit Finanzminister Jürgen Emgenbroich und Dieter Kamper als Spaßminister an seiner Seite - lautete: "Wenn einmal Schützenkönig, dann auch Kaiser. Da wir in diesem Jahr das Bezirksschützenfest ausrichteten, war das für meine Ehefrau Monika und für mich der richtige Zeitpunkt, unseren Kaisertraum zu erfüllen." Der 51-Jährige erinnert sich an das letzte Bezirksschützenfest in Waldniel vor 32 Jahren: "Das war ich Marineoffizier."

Es gab für Minister Jürgen Emgenbroich eine Premiere als Vorsitzender der "Vereinigten", und des Kaisers Stelle als Hauptmann füllte Heinz-Theo Nießen würdig aus. Der große Umzug ehrte auch den scheidenden Bezirkskönig Ralf Artzen (St. Sebastianus Amern), der mit etwas Wehmut meinte: "Es war ein superklasse Jahr. Mit viel Herzlichkeit und Offenheit haben mich die Bruderschaften aufgenommen."

Generalfeldmarschall Walter Müller zog mit Franziska Hausmann, Alexandra Hausmann, Caro Arnold und Jana Ungerechts als Berittene dem Festzug voran. "So viele sind noch nie hinter mir her gelaufen", sagte Müller lachend. Hans-Gerd Küppers (bekannt als Nachtwächter von Waldniel) zog mit 22 Schilderkindern zum Markt, damit sie sich im großen Festzug einordneten. "Die Bruderschaften sammeln zum Dank für die Jungen und Mädchen Geld ein, das zwischen den Kindern aufgeteilt wird."

1000 Schützen sowie Musiker mit klingendem Spiel bildeten den farbenprächtigen Umzug, der etwa 2,5 Kilometer rund um den Ortskern unterwegs war - mit Parade und Vorbeimarsch auf dem Markt. Im Festzelt wurde dem neuen Bezirkskönig Herbert Gerhards die Bezirkskönigskette umgelegt. Die Bezirksstandarte ging an die Schelleraner Schützen. Eine besondere Ehrung galt dem Bezirks-Fahnenschwenkmeister Thorsten Himmels. Er erhielt das bronzene Verdienstabzeichen des Diözesanverbandes Aachen.

Quelle: RP
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