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Viersen
Blues und Rockmusik für den guten Zweck

Viersen: Blues und Rockmusik für den guten Zweck
Das Open-Air-Festival am Samstag im Rahser brachte wieder Nachbarn zusammen. Die Einnahmen gehen in die Kinder- und Jugendarbeit. FOTO: Busch
Viersen. Beim siebten Rahser Open-Air-Festival traten erneut Bands kostenlos auf. Der Erlös kommt dem Stadtteil zugute Von Eva-Maria Geef

Der jüngste Konzertbesucher ist Vincent. Der zehn Wochen alte Säugling trägt spezielle Kopfhörer, um seine Ohren vor der Musik zu schützen. Mama Julia hat sich den Besuch des Rahser Open-Air-Festivals nicht nehmen lassen. "Ich wohne schon immer in Rahser und finde es super, dass etwas für den Stadtteil gemacht wird", sagt sie. "Außerdem trifft die Musik genau meinen Geschmack." Auch Helene Lemke (71) wohnt in der Nähe und ist begeistert: "Mit dieser Musik bin ich groß geworden, außerdem war ich mit einem Bass-Gitarristen verheiratet." Sie hat schon mehrere der Rahser Festivals besucht. Den Stadtteil zu stärken, findet sie, sei eine "sehr, sehr gute Idee".

Zwei ehrenamtliche Helfer kümmerten sich im Vorfeld ausschließlich um die technischen Details und die Auswahl der Bands: Der Verein Wir vom Rahser veranstaltete zum siebten Mal das Rahser Open-Air-Festival (ROA). Hier spielen Bands kostenlos für den guten Zweck. In diesem Jahr waren es "Diversity Zero" aus Krefeld, "Cracker Jamm" aus Mönchengladbach, "Radio Invaders" und "Yor Years of Rock", beide aus Viersen, die das Publikum mit Rock und Blues unterhielten.

Der dreiköpfige Vorstand des Fördervereins tut einiges, um Geld für den Stadtteil Rahser und die dortige Kinder- und Jugendarbeit zu sammeln: Die Mitglieder beteiligen sich etwa an Pfarr- und Stadtfesten und veranstalten Oldtimer-Treffen. "Wir spenden alle Erlöse, es wird einfach immer etwas benötigt", sagt Vorsitzender Stephan Heinrich. Inzwischen sind 15.000 Euro zusammen gekommen. Jährlicher Höhepunkt ist das Rahser Fest-Wochenende: Am Samstag das ROA und am Sonntag das Kinder-Straßenfest.

Die Idee des Vereins entstand 2006 in einer Kneipe: "Es gab viele Leute, die sich engagierten, aber jeder machte eigene Veranstaltungen", sagt Heinrich. "Als wir abends zusammen saßen, schlug der Wirt uns vor, dass wir ein gemeinsames Volksfest veranstalten und alle Einnahmen spenden." Gesagt, getan: Der Förderverein entstand. Auch eine vereinseigene Zeitschrift gibt es. In "Roahser Vertell" können sich auch andere Gruppen vorstellen.

Alle Mitglieder und Helfer des Vereins arbeiten ehrenamtlich.

Quelle: RP
 
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