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Brüggen
Brachter planen Aktionen für das Jubeljahr

Brüggen. Im Jahr 1116 wurde Bracht erstmals erwähnt. Das feiert das Dohlendorf im kommenden Jahr. Die Organisatoren hoffen bei Veranstaltungen auf die Unterstützung durch örtliche Vereine. Entstehen könnte auch ein Jubiläumswald. Von Birgit Sroka

Im kommenden Jahr feiert das Dohlendorf die urkundliche Ersterwähnung vor 900 Jahren. Für das Programm des Jubiläumsjahres haben sich engagierte Brachter im Arbeitskreis 900 Jahre Bracht zusammengefunden, der nun zum dritten Mal in der Brachter Mühle tagte. Höhepunkt der Feierlichkeiten im Jubeljahr soll ein Festumzug am 3. Juli werden. Parallel zum Dohlenfest soll der Zug auch das Vereinsleben in Bracht abbilden. Daher werden alle örtlichen Vereine gebeten, sich mit der Gemeindeverwaltung Brüggen in Verbindung zu setzen, um die Beiträge der Vereine für das Fest zu koordinieren. Vor allem die Musikvereine sind angesprochen: Die Mitglieder des Arbeitskreises würden sich freuen, wenn die Musiker zum Gelingen des Festzuges beitragen würden.

Die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr beginnen schon 2015, und zwar am ersten Advent, 29. November. Dann soll die Brachter Ortsgeschichte im Bürgersaal an der Marktstraße präsentiert werden. Die Ortsgeschichte wurde unter Federführung der Historikerin Dr. Ina Germes-Dohmen erstellt. Sie will in einer Podiumsdiskussion das umfangreiche Werk mit den beteiligten Autoren vorstellen. Dazu ist ein festlichen Rahmenprogramm geplant, die Ortsgeschichte soll dann auch zu erwerben sein. Über das Jahr 2016 verteilt soll es dann in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Vorträge der Autoren geben, die auch über nicht veröffentliche Erkenntnisse sprechen wollen.

Brachter Vereine, die Veranstaltungen für 2016 planen, werden gebeten, diese möglichst unter das Motto "900 Jahre Bracht" zu stellen und die Termine abzustimmen. "Der Jahresterminplan sollte dann zur Mühlenweihnacht stehen", sagte Dietmar Brockes. "Wir sollten das 900-Jährige nutzen, die Gemeinschaft im Ort zu stärken und zu unterstützen. Im kommenden Jahr soll es auch zwei bis vier Veranstaltungen geben, bei denen die Platten an den Privathäusern angebracht werden, deren Geschichte Anna Freier nachgegangen ist.

Ebenfalls am 3. Juli wird im kommenden Jahr der 25. Niederrheinische Radwandertag stattfinden. Station ist traditionell die Burg Brüggen, doch Dietmar Brockes äußerte bei der Arbeitskreissitzung den Wunsch, die Station 2016 einmalig in Bracht vorzusehen. "Es macht Sinn, das örtliche Angebot an dem Tag in Bracht zu bündeln", so Brockes. Zuspruch erhielt er von René Bongartz, der sagte: "Wir sollten dann keine Konkurrenzveranstaltung in Brüggen haben." Und Gottfried Optenplatz betonte: "Es ist der Hauptveranstaltungstag der 900-Jahr-Feier." Einstimmig beschloss daraufhin der Arbeitskreis, den Verkehrsverein zu bitten, die Radwandertagstation nach Bracht zu verlegen. Optenplatz versprach grinsend: "Mit der Begründung kommen wir die nächsten 100 Jahre dann nicht mehr."

Große Zustimmung gab es bei der Versammlung für das von Bongartz entwickelte Konzept für einen Brachter "900-Jahr-Wald". Auf einem Grundstück der Gemeinde sollen 900 junge Bäume gepflanzt werden. Für die Gemeinde wäre die Fläche eine Ausgleichsfläche für durch Neubauten versiegelte Flächen. Der Wald soll durch einen Weg als attraktives Erholungsgebiet erschlossen werden. Um die Bäume zu finanzieren, könnte ein Patenschaftsmodell greifen. Die Baumbesitzer könnten dann bei der Pflege und Bewässerung der Bäume helfen. Detaillierte Ideen zu Patenschaft, Baumauswahl und gestalterischen Elementen sind in der Planung. "Dann haben wir etwas Einzigartiges, was auch die Leute nach Bracht holt", ist sich Bongartz sicher. Der Arbeitskreis beschloss, die weitere Planung zur Entscheidung und Genehmigung in den Liegenschaftsausschuss der Gemeinde zu geben, da eine Nutzungsänderung der Fläche nur durch den Ausschuss entschieden werden kann.

Andreas Bist kündigte an, zur nächsten Arbeitskreissitzung Vorschläge für eine "900 Jahr Bracht"-Briefmarke mitzubringen. Die Deutsche Post bietet solche Spezialdrucke an. Über das endgültige Motiv, so Bist, müsse noch gesprochen werden. Die nächste Sitzung ist für den 9. September, 19 Uhr, in der Brachter Mühle geplant. Daran sollten möglichst auch Vertreter aller örtlichen Vereine teilnehmen.

Quelle: RP
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