| 16.57 Uhr

Viersen
Brand in Lüftungsanlage von Möbelhaus

Viersen. Am Samstagvormittag wurde die Feuerwehr zu einem Möbelhaus gerufen. Vom Dach des Hauses drangen dichte Rauschwaden. Eine Lüftungsanlage war in Brand geraten. 

Wie die Feuerwehr mitteilte, ging um 11.15 Uhr ein Notruf ein, weil vom Dach eines Möbelhauses dichte Rauchschwaden drangen. Der Geschäftsführer eines benachbarten Unternehmens hatte dies bemerkt. Im Verkaufsraum hatte noch niemand bemerkt, dass es im Dachbereich brannte, dort habe es keinerlei Rauchentwicklung gegeben. Die Kunden und Mitarbeiter blieben alle unverletzt und konnte das Gebäude verlassen. 

Die Feuerwehr konnte den Brandherd schnell lokalisieren. Der Rauch kam aus der im Dachbereich angebrachten Lüftungsanlage. Dort waren es Motoren, die am stärksten brannten. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem technischen Defekt aus.

Mit betroffen war in diesem Bereich auch der Gleichrichter der auf dem Dach angebrachten Photovoltaikanlage (Solarzellen). In diesem Bereich sei es immer wieder zu Kurzschlüssen und Lichtbogen gekommen, weil das Feuer die Leitungen freigelegt hatte.

Weil die Module der Solarzellen bei Helligkeit permanent Storm produzieren und nicht per Schalter abgeschaltet werden können, zog die Feuerwehr eine Elektrofachfirma hinzu, um die Module vom Netz zu trennen und so die Stromzufuhr zu unterbinden, damit die letzten Löscharbeiten gefahrlos ausgeführt werden konnten.

Die Feuerwehr war insgesamt mit 41 Kräften von der Hauptwache und aus den vier Löschgruppen des Löschzuges Viersen im Einsatz. Die Löschgruppen 1 und 2 waren sofort mit ausgerückt, 3 und 4 wurden nachalarmiert.

Das genaue Ausmaß des Schadens steht noch nicht fest. Die Feuerwehr konnte aber sehr gezielt vom Dach aus gegen die Flammen vorgehen, so dass nur sehr wenig Löschwasser und Schaum in den Verkaufsraum gelangten. Geschäftsführung und Mitarbeiter des Möbelhauses rechnen damit, dass sie am Montag wieder öffnen können.

(hah)