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Evakuierung
Hochhaus-Brand in Viersen - Bewohner übernachten in Turnhalle

Feuerwehr evakuiert Haus in Viersen
Feuerwehr evakuiert Haus in Viersen FOTO: Heike Ahlen
Viersen. Die Feuerwehr hat in Viersen in der Nacht zu Mittwoch ein Hochhaus evakuiert. Im Keller des Gebäudes war ein Feuer ausgebrochen. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. 

Wie die Stadt Viersen am Morgen mitteilte, sind 59 Personen in dem Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße gemeldet. 14 von ihnen mussten die Nacht in der Turnhalle der Hauptschule in Süchteln verbringen. Eine hochbetagte Bewohnerin des Hauses wurde ins Krankenhaus gebracht. Sie war unverletzt, hätte aber in der Turnhalle nicht angemessen versorgt werden können.

Das Feuer war der Feuerwehr gegen 1.38 Uhr in der Nacht gemeldet worden. Als die Feuerwehr am Hochhaus eintraf, quoll so starker Rauch aus dem Gebäude, dass ein weiterer Löschzug alarmiert wurde. Bald darauf entdeckten Einsatzkräfte ein Feuer im Keller des Hauses. Wasserrohre aus Kunststoff waren durch die Hitze geschmolzen. Glücklicherweise hatte das austretende Wasser das Feuer bereits weitgehend gelöscht. Im Keller entdeckten Feuerwehrleute, dass Stromkabel schmorten. Weil unklar war, wie gefährlich die Situation war, wurde das Gebäude evakuiert. Alle Bewohner, die nicht anderweitig untergebracht werden konnten, wurden in die Turnhalle der nahe liegenden Hauptschule gebracht. 

Die Feuerwehr brachte Feldbetten zur Schule. Das Deutsche Rote Kreuz gewährleistete die Versorgung der Menschen. Im Laufe der Nacht musste die Feuerwehr in dem Haus ein weiteres Mal löschen. Der Strom in dem Gebäude wurde abgeschaltet. Mehr als 55 Einsatzkräfte waren in der Nacht im Einsatz. 

Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr war ein Kellerraum aufgebrochen worden. In dem Raum brannten den Angaben zufolge dort abgelegte Gegenstände. Nun ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung: In dem Hochhaus hatte es bereits in der Vergangenheit Feuer gegeben, bei denen Brandstiftung als Ursache vermutet wurde.

(sef)