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Brüggen
Brüggener Sopranistin singt in der Oper "La Bohème"

Brüggen. Für die Aufführung am 2. August gibt es noch Karten Von Birgitta Ronge

Im vergangenen Jahr sang sie die Aida, in diesem Jahr nun steht Andrea Hörkens als Mimì in Puccinis Oper "La Bohème" auf der Bühne der Brüggener Burggemeindehalle. Derzeit bereitet sich die Sängerin auf die Aufführung vor, die am Dienstag, 2. August, um 20 Uhr beginnt. Überall in der Gemeinde hängen die Plakate, auf denen eine Kerze abgebildet ist - die Kerze, mit der eine große Liebe beginnt.

Die Oper "La Bohème" versetzt die Zuhörer ins 19. Jahrhundert. Der arme Künstler Rodolpho und die junge Mimì lernen sich an an einem Weihnachtsabend kennen: Mimì, die nicht einmal mehr ein Streichholz besitzt, bittet Rodolfo, ihr die Kerze anzuzünden. Sie verlieben sich, doch Mimì ist sehr krank, sie leidet an Schwindsucht. Das Paar verbringt eine glückliche Zeit miteinander, letztlich stirbt Mimì aber.

"Ich überlebe selten in meinen Rollen", sagt Andrea Hörkens und schmunzelt. So gehört das Schauspielerische ebenso wie der Gesang zur Vorbereitung auf die Aufführung - auch das in Schwindsucht dahinsinken und weitersingen wird geübt. Die Aufführung wird erneut von den Plovdiver Symphonikern unterstützt, die mit 40-köpfigen Orchester anreisen werden. Die Leitung hat Nayden Todorov. In der Rolle des Rodolfo ist Tenor Stoyan Daskalov zu hören, der im vergangenen Jahr den Radames sang.

Die Rolle der Mimì singt die Sopranistin nicht zum ersten Mal: 2004 übernahm sie diese Rolle schon bei den Monschauer Festspielen. Vieles sei abgespeichert, erklärt die Sängerin, dennoch stecke viel Arbeit dahinter: "Für eine große Partie kann man gut 300 Arbeitsstunden rechnen, bevor man das erste Mal auftritt." Die Aufführung dauert etwa zwei Stunden mit Pause, Mimìs reine Singzeit liegt bei etwa einer Stunde.

Die gebürtige Mönchengladbacherin, die vor einigen Jahren nach Bracht zog und vor sieben Monaten Mutter von Zwillingen wurde, will mit der Opernreihe das Kulturleben in Brüggen bereichern. "Ich fand es schön, mich als neuzugezogene Künstlerin einzubringen, zu zeigen, was ich mache", erklärt Hörkens. Die Burggemeindehalle sei für eine Opernaufführung sehr gut geeignet: "Die Akustik ist nicht schenkend. Sie ist ehrlich, aber sie tötet den Sänger auch nicht", sagt die Sopranistin. Und wenn das Licht ausgehe und sich der rote Vorhang öffne, vergesse man, dass links und rechts noch ein Basketballkorb hänge.

Karten kosten 37 und 47 Euro (je nach Sitzplatz), erhältlich sind sie bei der Tourist-Info in der Burg unter Telefon 02163 5701 4711.

Quelle: RP
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