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Viersen
Bühne frei für junge Talente

Viersen: Bühne frei für junge Talente
2008 gewannen Beat!Beat!Beat! mit Schlagzeuger Marius Lauber, Sänger Joshua Gottmanns, Moritz Leppers (Gitarre) und Tim Gerkens (Bass). FOTO: BSEN
Viersen. Der Bandwettbewerb Young Talents geht in die zwölfte Runde. Er legte den Grundstein für den späteren Erfolg von Musikern wie Roosevelt oder der Band Ashby. Am 6. April starten die Vorrunden Von Dieter Mai

Was haben Sabina Moser und Marius Lauber gemeinsam? Langjährige Fans des Viersener Bandcontests Young Talents können diese Frage beantworten: Beide durften schon einmal als Opener auf dem "Eier mit Speck"-Festival auftreten, nachdem sie zuvor mit ihren jeweiligen Bands siegreich aus dem traditionsreichen Viersener Musikwettbewerb hervorgegangen waren. Zugleich stehen beide Namen für den Traum, den insgeheim wohl die meisten derer mit im Gepäck haben, die den Weg über die Vorrunden bis ins Finale und dann sogar zum Sieg des Viersener Bandwettbewerbs schaffen: eine erfolgreiche Musikkarriere.

Die Band Ashby mit Frontfrau Sabina gewann 2014 bei Young Talents und zählt heute zu den etablierten Vertretern ihres Genres Progressive Rock in Deutschland. Marius Lauber, der 2008 mit seinem damaligen Projekt Beat! Beat! Beat! den Sieg beim Viersener Wettbewerb errang, gilt unter seinem Pseudonym Roosevelt gar weltweit als stilprägender Innovator des Synthiepop. Im vergangenen Jahr gastierte er auf dem weltberühmten Montreux Jazz Festival, und auch als DJ wird er von legendären Festivals gebucht, wie etwa dem im britischen Glastonbury.

Ob Young Talents auch in diesem Jahr den Beginn einer erfolgreichen Musikerlaufbahn markieren wird, wissen Mario Scheer, Otto Strutz und Max Behnen zwar nicht. Die musikalische Qualität jedenfalls, da sind sich die drei Organisatoren sicher, wird auch in diesem Jahr wieder hoch sein. Denn, so Tontechniker Max Behnen: "In diesem Jahr konnten wir aus mehr als 25 Bewerbungen auswählen." Gemeinsam mit den Mitgliedern der Jury, die aus Musikjournalisten, Musikern und Musikveranstaltern besteht, hörte man einen Abend lang das eingesandte Demo-Material und ermittelte dann anhand zuvor festgelegter Bewertungskriterien die zwölf teilnehmenden Bands.

Tontechniker Behnen ist von Beginn an als Spezialist für den Bühnensound dabei. In der Nachfolge der langjährigen "Mutter der Talente", Birgit Zerres, und ihrer Nachfolgerin Susanne Rosen, bilden er und Mario Scheer von der Dülkener Jugendfreizeiteinrichtung ett gemeinsam mit Hubert-Vootz-Haus-Leiter Otto Strutz in diesem Jahr erstmals ein Dreier-Orga-Team.

Wie Behnen ist auch Otto Strutz ein altgedienter Contest-Mitstreiter. Zusammen mit den jungen Helfern vom Hubert-Vootz-Haus sorgt er seit Jahr und Tag für die Beköstigung der teilnehmenden Bands. Angesichts der neu hinzugekommenen Verantwortung im Dreier-Team gibt er sich gelassen: "Durch die Super-Vorarbeit von Birgit und Susanne in den zurückliegenden Jahren haben wir mittlerweile perfekt eingespielte Arbeitsabläufe."

Auch Team-Neuling Mario Scheer, der im "ett" in Dülken regelmäßig musikalische Workshops mit Jugendlichen durchführt, weiß sich mit seinen Fähigkeiten einzubringen: Als eine in der Vorauswahl durchgefallene Band per E-Mail um Rat fragt, was man beim nächsten Mal besser machen könne, kümmert er sich.

Das von den zwölf teilnehmenden Bands repräsentierte musikalische Spektrum ist auch in diesem Jahr wieder breitgefächert. Von Singer-Songwriter bis Alternative Rock, von Indie bis HipHop, Deutsch-Pop, Garage Rock und Funk ist dieses Mal alles vertreten. Ein guter Jahrgang scheint also garantiert - womöglich ist die Teilnahme auch die Initialzündung für die ein oder andere musikalische Karriere? Nach den drei Vorrunden im April und dem Finale im Juni wissen wir dann mehr.

Quelle: RP
 
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