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Niederkrüchten
Bürgerbegehren für Elmpt auf dem Weg

Niederkrüchten. Bennet Gielen und Yvonne Jeurißen wollen viele Niederkrüchtener davon überzeugen, ein Bürgerbegehren zu unterschreiben. Es geht um den heiß diskutierten Supermarkt-Standort. Von Birgitta Ronge

Sie wollen von Tür zu Tür gehen und um eine Unterschrift bitten: Bennet Gielen und Yvonne Jeurißen haben ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht. Sie möchten, dass die Bürger in Niederkrüchten entscheiden dürfen, wo in Elmpt ein neuer Supermarkt gebaut werden soll. Die Standortfrage wird seit Monaten heiß diskutiert. Nachdem eine Ratssitzung mit einem Patt endete, hatte die CDU die Bürger entscheiden lassen wollen und einen Ratsbürgerentscheid beantragt. Dazu gab es zu Beginn der Ferien eine Sondersitzung des Rates, doch die für einen Ratsbürgerentscheid notwendige Mehrheit kam nicht zusammen - aufgrund der Ferienzeit waren nicht genügend Ratsmitglieder anwesend.

Unmittelbar nach der Sitzung kündigten zwei der fünf Niederkrüchtener Bürgermeisterkandidaten, Bennet Gielen (CDU) und Yvonne Jeurißen (parteilos) an, gemeinsam ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen zu wollen. Dass es ein erhebliches Interesse der Bürgerschaft an der Standortfrage gebe, zeige allein die außergewöhnlich hohe Anzahl an Besuchern bei den Ratssitzungen, erklären die Initiatoren in der Begründung zum Bürgerbegehren. Dafür sammeln sie jetzt Unterschriften. Und nicht nur sie: Nachdem Gielen und Jeurißen die Unterschriftenliste auf ihren Internetseiten und bei Facebook veröffentlichten, meldeten sich sofort Niederkrüchtener, die bereit waren, mit der ausgedruckten Liste eine ausgewählte Straße abzugehen und um Unterschriften zu bitten. "In den ersten 24 Stunden wurde die Liste bei Facebook mehr als 200 Mal heruntergeladen", berichtet Gielen. Dort haben die beiden die Gemeinschaft "Initiative Bürgerbegehren - Vollsortimenter Elmpt" eingerichtet. Listen werden jetzt auch in örtlichen Einrichtungen und Geschäften ausgelegt. Die Initiatoren benötigen 1350 Unterschriften, das sind neun Prozent der Niederkrüchtener Bevölkerung. Die Unterschriften sind zunächst einmal dafür da, überhaupt einen Bürgerentscheid herbeiführen zu können. So heißt es auf der Unterschriftenliste: "Ich unterstütze mit meiner Unterschrift die Initiative, die einen Bürgerentscheid mit folgender Fragestellung herbeiführen will: Sind Sie für die Errichtung eines Vollsortimenters an der Overhetfelder Straße (Heineland)?" Kommen genügend Unterschriften zusammen, müsste ein Termin für einen Bürgerentscheid gefunden werden. Eine Frist für die Unterschriftenaktion gibt es nicht, doch man hatte schon überlegt, den Bürgerentscheid gleichzeitig mit der Bürgermeisterwahl am 13. September oder bei der bei fünf Kandidaten zu erwartenden Stichwahl durchzuführen. Die Verwaltung rechnet für die Durchführung des Bürgerentscheids mit Kosten von rund 22 000 Euro.

Den aktuellen Stand, also wie viele Unterschriften bislang geleistet wurden, wollen die Initiatoren wöchentlich auf ihren Internetseiten und bei Facebook veröffentlichen.

Quelle: RP
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