| 00.00 Uhr

Viersen
Bürgermeisterin: "Den Ruf der GMG retten"

Viersen. Ausschreibung für Wirtschaftsprüfer kommt Ende des Monats in den Hauptausschuss Von Sabine Janssen

Die Stadt hat Maßnahmen ergriffen, um die Grundstücksmarketing-Gesellschaft (GMG) vor weiteren Spekulationen in der Folge der "Causa Küppers" zu schützen. GMG-Geschäftsführer Thomas Küppers wird die städtische Tochter zum 31. Mai 2017 verlassen, nachdem der Rat beschlossen hatte, dass der verbeamtete Wirtschaftsförderer Küppers seine gesamte zusätzliche Vergütung in Höhe von 220.000 Euro als GMG-Geschäftsführer zurückzahlen muss.

"Für die GMG hat nun eine Übergangszeit begonnen. Wir haben überlegt, wie wir Schaden von der GMG abwenden und ihren Ruf retten können", erklärt Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD).

Anders als zunächst geplant soll Kämmerer Norbert Dahmen nun nicht Interimsgeschäftsführer der GMG werden, sondern er wird sich verstärkt als Beteiligungsdezernent um die GMG kümmern. Dies sei mit Beatrice Kamper, Technische Beigeordnete und neben Küppers zweite GMG-Geschäftsführerin, besprochen. "Der Beteiligungsdezernent hat alle Handlungsvollmachten und die Rechte eines Gesellschafters", sagt Anemüller. Derweil hat das Rechnungsprüfungsamt begonnen, die Liegenschaftsgeschäfte der GMG in Augenschein zu nehmen. "Zu meiner Freude, denn wir müssen allen Spekulationen Einhalt gebieten, dass dort nicht gut gearbeitet wurde. Die Mitarbeiter dort leisten gute Arbeit", erklärt die Bürgermeisterin.

Darüber hinaus soll ein externer Unternehmensberater oder Wirtschaftsprüfer die GMG unter die Lupe nehmen und eine Neuausrichtung erarbeiten. Kämmerer Dahmen erstellt derzeit eine Vorlage, mit welchen Zielsetzungen und Fragestellungen eine Unternehmensberatung die GMG prüfen soll. "Alle Fraktionen können dabei ihre Ziele einbringen", sagt Anemüller. "Mir ist daran gelegen, dass der Externe sich unsere gesamte Landschaft anschaut - durchaus mit dem Ziel, dort Synergien zu erzielen."

CDU-Ratsherr Stephan Sillekens, Chef der größten Fraktion im Rat, geht es ebenfalls um eine Neuorientierung der GMG. "Wir müssen in Zukunft Interessenskollisionen vermeiden. Wichtig ist auch, dass wir uns bei der Neuorganisation steuerlich und politisch kein Eigentor schießen", sagt Sillekens. Anfang kommenden Jahres solle das neue Konzept stehen.

Die Vorlage zur externen Prüfung der GMG soll im kommenden Haupt-und Finanzausschuss am 27. Juni vorgestellt werden.

Um weiteren Gerüchten vorzubeugen, möchte die Stadt außerdem die Liegenschaften aus dem Bereich der Wirtschaftsförderung herausnehmen, kündigt die Bürgermeisterin an. Sie bleiben aber voraussichtlich im Fachbereich der Technischen Beigeordneten.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Viersen: Bürgermeisterin: "Den Ruf der GMG retten"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.