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Niederkrüchten
Niederkrüchten muss zwischen Gielen und Wassong wählen

Das waren die Aufreger der Bürgermeisterwahl 2015
Das waren die Aufreger der Bürgermeisterwahl 2015 FOTO: dpa, obe nic
Niederkrüchten. Die Bürgermeisterwahl geht in die Verlängerung. In der Stichwahl am 27. September entscheidet sich, ob der künftige Bürgermeister Bennet Gielen oder Kalle Wassong heißen wird. Eine Überraschung ist der große Abstand zwischen den Kontrahenten. 

Der parteilose Wassong erreichte 40,4 Prozent der Stimmen – fast elf Prozentpunkte mehr als Bennet Gielen (CDU), der auf 29,6 Prozent kam. Mit 19,1 Prozent musste Trudis Jans (SPD) ein enttäuschendes Ergebnis verbuchen. Bemerkenswerte 8,7 Prozent schaffte die parteilose Kandidatin und krasse Außenseiterin Yvonne Jeurißen. Keine Rolle spielte Aljoscha Ortmann (Linke) mit gerade mal 2,2 Prozent. Wassong freute sich über sein "tolles Ergebnis". Nach dem klaren Vorsprung im ersten Wahlgang ist der 53-Jährige "sehr hoffnungsfroh" für die Stichwahl, sieht sich aber nicht als Favorit.

"Die Bürger entscheiden. Die Wahlbeteiligung wird sehr wichtig sein", betonte er. In der Tat war die Wahlbeteiligung mit 48,4 Prozent schwach. Hier will auch Gielen ansetzen, um das Ergebnis in zwei Wochen zu drehen: "Es kommt auf die Wahlbeteiligung an." Seine Zuversicht ist trotz des deutlichen Rückstands auf Wassong ungebrochen. "Jetzt erst recht" lautet die Devise, die der CDU-Kandidat am Wahlabend ausgab. Die Stichwahl sei ein offenes Rennen. "Die Erfahrung mit Stichwahlen lehrt uns, dass es keine natürlichen Favoriten gibt", meinte er.
    Von rund 6000 abgegebenen Stimmen vereinten Wassong (2444) und Gielen (1795) rund 4200 auf sich. Damit sind die 1800 Stimmen, die auf die übrigen drei Kandidaten entfielen, nun "auf dem Markt". Ausschlaggebend wird sein, ob sich die Wähler der Ausgeschiedenen für Gielen oder Wassong entscheiden. Von der SPD wird es keine Wahlempfehlung geben, stellte Ortsvereinsvorsitzender Marco Goertz klar. Auch die Grünen sprechen keine Empfehlung aus – dafür seien die Schnittmengen mit beiden Kandidaten zu klein, so Parteisprecherin Anja Degenhardt. Dafür positionierte sich Yvonne Jeurißen: Sie sprach sich auf ihrer Facebook-Seite klar für Gielen aus, mit dem sie beim Bürgerbegehren erfolgreich zusammengearbeitet hatte.

 

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