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A52: Straßen NRW weist Bürgerkritik zurück

Viersen: A52: Straßen NRW weist Bürgerkritik zurück
Die A 52 zwischen Elmpt und Hostert wird auf insgesamt zwölf Kilometern erneuert. Gut 3,7 Millionen Euro soll die Sanierung kosten. FOTO: Busch
Viersen. Pendler befürchten, dass sich die Bauarbeiten auf der A52 zwischen Elmpt und Hostert verzögern. "Wir liegen im Zeitplan", sagt dagegen der Landesbetrieb Straßen NRW. Ende Mai soll die Sanierung abgeschlossen sein Von Nadine Fischer

Verwundert verfolgen Pendler, wie die Bauarbeiten auf der Autobahn 52 voranschreiten. Seit 3. März ist auf dem rund sieben Kilometer langen Teilstück zwischen Schwalmtal und Hostert in Richtung Düsseldorf eine der beiden Spuren gesperrt, doch nach Bauarbeitern oder Bauwagen suchten Autofahrer in den folgenden Tagen oftmals vergeblich. Sie vermuten jetzt: Auch die Arbeiten auf diesem Stück der A 52 werden länger dauern als geplant, also länger als bis Ende Mai. "Es gibt keine Verzögerung", sagt hingegen Norbert Cleve, Sprecher des Landesbetriebes Straßen NRW. Zumindest "noch nicht", räumt er ein.

Dem Sprecher von Straßen NRW ist nicht bekannt, dass auf dem Teilstück vermehrt Unfälle passieren. Die Polizei NRW bestätigt das: "Für den Zeitraum vom 3. bis 13. März liegt uns eine Meldung über einen Auffahrunfall in dem Bereich vor", sagt eine Polizei-Sprecherin. Bei diesem Unfall am 6. März seien drei Autos durch zu geringen Abstand und bei regennasser Fahrbahn aufeinander geprallt. Eine Person wurde dabei leicht verletzt. Zahlen für die vergangene Woche lägen derzeit nicht vor.

Auf insgesamt zwölf Kilometern der A 52 zwischen den Anschlussstellen Elmpt und Hostert sollen Fahrbahn und Standstreifen erneuert werden. Rund 3,7 Millionen Euro wird die Sanierung kosten. Im vergangenen Oktober hatte Straßen NRW angekündigt, dass in der ersten Bauphase die Anschlussstelle Niederkrüchten gesperrt werde, bis Mitte Dezember sollten die Arbeiten abgeschlossen sein - doch das waren sie erst Ende Februar. Regen und Frost brachten den Zeitplan durcheinander, "Asphalt kann man bei Regen nicht einbauen", erklärt der Sprecher von Straßen NRW. "Bringt man heißen Asphalt auf eine nasse Unterschicht auf, gibt es Blasen."

Die Witterung könne natürlich auch dazu führen, dass sich die Arbeiten auf dem zweiten Teilstück hinziehen. Bisher werde der Zeitplan aber eingehalten. Vom 6. bis 10. März seien weitere Vorbereitungen getroffen worden: "Gullydeckel mussten ausgebaut werden." Damit die Fahrbahn frei sei und die Fräsemaschine darüber fahren könne, erläutert Cleve. Dieser Schritt erfordere nicht viele Arbeiter. Womöglich sei deshalb der Eindruck entstanden, die Baustelle ruhe. "Derzeit wird die alte Fahrbahndecke abgefräst." Die abgetragenen Stücke würden über ein Förderband auf einen Lkw geladen und abtransportiert. Damit seien die Bauarbeiter voraussichtlich Ende dieser Woche fertig. "Dann werden neue Gullys gesetzt."

Noch in diesem Monat soll damit begonnen werden, den alten Gussasphalt durch Splittmastix zu ersetzen. Das Material sei Standard, es halte etwa zwölf bis 15 Jahre. Bis Ostern würden "die groben Arbeiten" laufen, sagt Cleve. "Dann wird umgebaut: Im Moment fährt der Autofahrer ganz rechts, und ganz links wird gearbeitet, danach fährt er ganz links und ganz rechts wird gearbeitet." Warum Autofahrer es wenig sinnvoll finden, die Strecke jeweils komplett über die rund sieben Kilometer auf einer Spur zu sperren und nicht in Etappen, kann Cleve nicht nachvollziehen: "Das ändert nichts an der Behinderung."

Quelle: RP
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