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Brüggen
Buntes Flair in der Brüggener Altstadt

Buntes Flair in der Altstadt Brüggen
Zahlreiche Gäste kamen zum Altstadtfest der "IG Lebendiges Brüggen". Sie schauten, was die Händler wieder alles so zu bieten hatten. FOTO: Siemes
Brüggen. Trotz sommerlicher Temperaturen: Fröhliche Stimmung beim Altstadtfest der "IG Lebendiges Brüggen". Von Paul Offermanns

Es herrscht Stimmung in der City: Die Menschen ziehen trotz sommerlicher Temperaturen beim Brüggener Altstadtfest der "IG Lebendiges Brüggen" durch die Fußgängerzone, schauen nach links oder rechts, was die Händler wieder alles so anbieten - von ganz brauchbar über ungewöhnlich bis ausgefallen. Und: Zwischen den Verkaufsständen kommen und gehen Leute in geöffnete Geschäfte, wofür Brüggen eigentlich bekannt ist.

"Für mich ist es ein gutes Wochenende", sagt Horst Peglow von Schmitter Herrenmode. Ein Straßenhändler lässt kleine knallbunte aufgedrehte Hündchen mit wackelndem Schwanz über die Straße laufen. Nachschub hat er genug: Im Hintergrund stehen vier Kisten mit den lustigen Vierbeinern. An anderer Stelle schauen Echsen, Frösche und Libellen um die Ecke, schrill und bunt - als Dekoration für Haus und Garten. Neu ist ein Aussteller, der vor den Augen der Leute Gürtel anfertigt und anpasst, sowie ein Künstler mit selbst gemachten Glasobjekten. Imbissbuden und Eisdielen haben gut zu tun, wie auch die zahlreichen Straßenlokale.

"Es sind immer wieder die selben Betreiber, die hier ausstellen", meint Ingrid Küppers aus Born. Viele stehen an "ihrer" Stelle, egal ob es Weinachtsmarkt, Burg- oder Altstadtfest, wie der Strumpfhändler "der Tausendfüßler", der Musikkassetten-Mann oder der Stand mit den Gewürzen. Sie haben in Brüggen ihre Stammkunden.

"Wir sind nicht gekommen, um hier an der Theke ein Bier zu trinken, sondern wegen der vielen Stände, die wieder einiges zu bieten und zum Gucken haben", freuen sich Johannes Bongartz und Irene Vogelbein aus Amern, beide sind mit dem Rad gekommen. "Ehrlich gesagt: Wir fahren auch so gerne nach Brüggen, wenn hier keine Feste sind."

Die Musiekmakereej "Blaos um op" aus dem niederländischen Venray unterhält die Leute auf dem Kreuzherrenplatz für drei Stunden. 15 Musiker spielen gekonnt Melodien aus den 1950er, 60er und 70er Jahren. Die Leute verharren, lauschen, klatschen Beifall und gehen gut gelaunt weiter. "Wir spielen viele deutsche Schlager", so Vorsitzende Go Michiels. Die Band gibt auch Titel von Helen Fischer zum Besten: "Und morgen früh küss ich dich wach" und von Andrea Berg "Du hast mich 1000 x belogen" und von Mickie Krause: "Schatzi schenk mir ein Foto." Begeistert von der Musik der Niederländer sind die Eheleute Ulla und Günter Withofs sowie Hilla und Reinhard Fritz, alle aus Kaldenkirchen und ebenfalls mit dem Rad unterwegs: "Die Musik ist sehr schön, wie zu unserer Jugendzeit. Wir können sogar bei einigen Stücken mitsingen." Sie hatten sich Brüggen fest als Ziel vorgenommen: "Weil hier das Altstadtfest ist."

Einige Kinder trödeln mit Spielzeug und mischen sich unter die Profi-Aussteller. "Das ist meine erste Einnahme", erklärt Heinz Peters stolz, der auf den Stand seines zehnjährigen Enkels Hans aufpasst. Der dreijährige Niko Djulabic aus Elmpt hatte sich gerade sich eine Bauarbeiterfigur entschieden. Dann klärt der kleine Knirps seine Oma Monika Engels auf. "Das ist , Bob der Baumeister'", freut er sich über das Geschenk.

IG-Kassiererin Beatrix Thivessen und ihre Stellvertreterin Birgit Schmitz kassieren derweil die Standgebühren: "Wir haben mehr als 60 Aussteller. Zu Pfingsten haben wir weitaus mehr. Das Altstadtfest ist noch unser Stiefkind." Eine Attraktion ist später das tolle Feuerwerk am Himmel, das über Brüggen aufgeht. "Das ist unsere Entschädigung, weil wir keine Kirmes haben", sagt Altstadtfest-Organisator Klaus Schmitz. Beim Brüggener Abend - als Auftakt für die Einheimischen - meint er: "Es waren schon mal mehr hier. Vielleicht hängt das mit der Ferienzeit zusammen. Die Leute sind aber von der Band , Fullhouse' sehr begeistert." Die Coverband mit dem Bassisten Georg Linneweber trat schon vor sechs Jahren in Brüggen auf. Er hat es nicht weit - er kommt aus Overhetfeld.

Quelle: RP
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