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Viersen
Calmus-Ensemble mit schräger Jazzharmonie

Viersen. Nettetal (gho) Versprochen wurde eine "Klangreise entlang des Rheins". Was in Lobberichs stimmungsvoller Alter Kirche dann so meisterhaft dargeboten wurde, war natürlich nicht das Schunkel-Liedgut der Marke "Einmal am Rhein". Rheinberger kam aus Liechtenstein, Poulenc aus Frankreich, Johann Sebastian Bach aus Deutschland und Josquin des Préz aus den Niederlanden - aus Staaten also, die mit dem Rhein in Berührung kommen. Damit schuf das großartige Leipziger Vokalensemble Calmus einen Rahmen, um auf höchstem Niveau geistliche Werke aus verschiedenen Epochen vorzutragen. Perfekte barocke Koloraturen erklangen in Bachs "Lobet den Herrn, alle Heiden", kultivierte romantische Empfindsamkeit in Schuberts "Heilig ist der Herr" (aus der Deutschen Messe).

Vor vollen Stuhlreihen zeigten die Gesangsakrobaten im zweiten Teil, dass sie sich auch auf ganz andere Musikrichtungen verstehen. Das A-cappella-Ensemble, besetzt mit einer Frauenstimme (Sopran) und vier Männerstimmen (Counter-Tenor, Tenor, Bariton, Bass) begeisterte mit herrlich schrägen Jazzharmonien von Harald Banter, packte Elton John und Sting aus und imitierte humorvoll Rhythmus-Instrumente beim Bossa Nova.

Quelle: RP
 
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