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Viersen
"Causa Küppers": Mitglieder im Beirat überrumpelt?

Viersen. Wie weit waren die Mitglieder im Beirat der Grundstücks-Marketing-Gesellschaft (GMG) über die Vergütungsvereinbarung wirklich umfassend informiert? Auch nach der Ratsentscheidung der vergangenen Woche, dass der verbeamtete Wirtschaftsförderer Thomas Küppers (48) seine gesamte zusätzliche Vergütung von 200.000 Euro als GMG-Geschäftsführer an die Stadt zurückzahlen muss, bleiben Fragen zur Verantwortlichkeit der Beiratsmitglieder. Von Sabine Janssen

Einige Beiratsmitglieder beklagten, dass sie mit Informationen zur Vergütung extrem knapp gehalten wurden. Die Vereinbarung, dass Küppers zusätzlich zur Beamtenbesoldung nach A15 monatlich 3000 Euro brutto plus einer Tantieme von fünf Prozent des GMG-Jahresüberschusses erhielt, soll zwischen Küppers und dem GMG-Beiratsvorsitzenden Günter Neumann (CDU) und seinem Stellvertreter Friedhelm Werner (Grüne) im Frühjahr 2014 ausgehandelt worden sein. Die restlichen Beiratsmitglieder wurden durch eine Tischvorlage informiert, die aber nach Informationen unserer Redaktion nach der Sitzung wieder eingesammelt wurde. "Das ist möglich", sagt Friedhelm Werner (Grüne). "An die konkrete Situation kann ich mich nicht erinnern, aber das Verfahren, vertrauliche Unterlagen nach der Sitzung einzusammeln, kenne ich aus anderen Aufsichtsräten."

Den Beiratsmitgliedern blieb somit wenig Zeit, sich inhaltlich mit dem Vergütungskonstrukt zu beschäftigen. Aber: Offenbar forderte auch keines der Beiratsmitglieder die Informationen ein.

Am Donnerstag, 17. März, wird der Ältestenrat zu der "Causa Küppers" und der Zukunft der städtischen Tochter tagen. Mehrere Ratsmitglieder hatten kritisiert, dass es der GMG an Transparenz mangele.

Quelle: RP
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