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Viersen
CDU fordert Konzept für Schüler-Betreuung in Ferien

Viersen. Für berufstätige Eltern von Grundschülern ist besonders die Pause von sechs Wochen problematisch

Zwölf Wochen Ferien, allein sechs im Sommer, und gleichzeitig arbeiten - das ist ein Problem, weiß Jacqueline Coenen, Beisitzerin im CDU-Vorstand und Mutter von zwei Kindern: "Die kompletten Schulferien von zwölf Wochen mit einem normalen Urlaubsanspruch abzudecken, ist nicht möglich." Im Kindergarten bestehe diese Schwierigkeit nicht, weil bis auf eine dreiwöchige Pause im Sommer und Feiertagsbrücken durchgehend Betreuung gegeben sei. "Aber mit Eintritt der Kinder in die Schule stehen viele Eltern plötzlich vor einem Problem, das sie alleine nicht lösen können", meint Coenen.

Die Viersener Christdemokraten sehen dringenden Handlungsbedarf bei der Ferien-Betreuung für Grundschüler. Sie fordern eine "pragmatische, unkomplizierte Lösung durch die Stadtverwaltung". Diese könne kurzfristig so aussehen, dass man die Eltern in die Lage versetzt, eine Ferienbetreuung in Eigenregie zu organisieren - in den Betreuungsräumen der Schule. In einem zweiten Schritt, so fordert die CDU, müsse aber ein tragfähiges Konzept her, mit dem gezielt auf die Bedarfe und Wünsche der Familien eingegangen wird.

"Die aktuelle Betreuungslücke in dem Betreuungsangebot ,Schule von 8 bis 1' und ,Schule von 8 bis 2' führt dazu, dass viele Kinder ausschließlich wegen der Ferienbetreuung zur Offenen Ganztagsschule angemeldet werden", sagt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Marc Peters. An der Stelle werde Bedarf künstlich erzeugt. "Stattdessen muss dringend eine Lösung für die Frage her, wie die Versorgung der übrigen Kinder in den Ferien verlässlich geregelt werden kann", sagt Peters. Dies sei für ihn eine Frage der Gleichbehandlung.

(busch-)
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