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Kreis Viersen
CDU-Politiker: "Bröckelreaktoren"müssen vom Netz

Kreis Viersen. Die beiden belgischen Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3 müssen so schnell wie möglich abgeschaltet werden. Diese politische Forderung unterstützen Stefan Berger und Marcus Optendrenk, die beiden CDU-Landtagsabgeordneten für den Kreis Viersen.

Die zusätzlichen Risse in den Reaktoren machten deutlich, wie dringlich die Sache sei. "Wir können nicht verstehen, dass die Betreiber der Kraftwerke vor einigen Tagen erklärt haben, sie könnten sich auch eine Laufzeitverlängerung vorstellen", sagen Berger und Optendrenk. Das sei vor dem Hintergrund der immer wieder neu bekannt werdenden zusätzlichen Sicherheitsrisiken nicht hinnehmbar.

Tihange, seit 1995 am Netz, macht immer wieder Schlagzeilen durch Störungen und technische Probleme. Die Städteregion Aachen hat 2016 Klage beim Europäischen Gerichtshof eingelegt, 2017 schlossen sich die rot-grüne Landesregierung und weitere Städte dieser Klage an. Berger und Optendrenk wollen, dass die neue Landesregierung unter Armin Laschet zeitnah Gespräche mit den Benelux-Staaten aufnimmt. Belgien könnte mit Energie aus den Niederlanden und aus NRW beliefert werden. Im Koalitionsvertrag von CDU und FDP ist auch ein stärkeres Einwirkung auf die belgische Regierung vereinbart. "Wir nehmen die Sorgen der Menschen ernst", so Berger und Optendrenk. Auch die Menschenkette von Aachen bis Tihange war aus ihrer Sicht ein eindrucksvolles Zeichen. In vielen Gesprächen mit Bürgern im Kreis Viersen seien die "Bröckelreaktoren" immer wieder ein Thema.

(busch-)
 
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