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Brüggen
CDU will Energiezentrum prüfen lassen

Brüggen. Morgen um 19 Uhr, wird im öffentlichen Teil der Bauausschusssitzung ein Antrag der CDU auf der Tagesordnung stehen. Demnach soll die Wirtschaftlichkeit des Brüggener Energiezentrums untersucht werden.

Bereits im Frühjahr 2013 hatte der Rat nach zwei CDU-Anträgen beschlossen, eine Machbarkeitsstudie für ein Brachter Energiezentrum zur Wärmeversorgung des Schulzentrums zu finanzieren. Die Wald-Agentur Münster GmbH kam in einer Voruntersuchung zu der Einschätzung, dass eine Wärmeversorgung mit einer Hackschnitzelheizung der Gemeinde mit Blick auf die Energieversorgung und die Kostenentwicklung Stabilität und Planungssicherheit geben könne. Die Amortisationszeit wird auf zehn Jahre geschätzt.

"Das Holzhackschnitzelkraftwerk in Brüggen etwa als zentrale Anlage für mehrere Gebäude sollte ja sowohl Umwelt als auch Gemeindekasse schonen. Die Ergebnisse liegen noch immer nicht auf dem Tisch", bemängelt die CDU-Fraktion. "Da der Forstbetriebshof unterhalten werden muss und es auch Überproduktionen gibt, liegt die Idee nahe, auch in Bracht ein Energiezentrum einzurichten." Voraussetzung sei, dass die Wirtschaftlichkeit insgesamt erhöht werde.

Die Anfang 2016 neu einzustellende Klimamanagerin soll sich darum kümmern, ein Controlling und Berichtswesen für die Gebäudebewirtschaftung und den Energieverbrauch einzurichten, so die Gemeindeverwaltung. Belastbare Zahlen aus der Waldwirtschaft, um den möglichen Gewinn aus der Holzvermarktung auszurechnen, liegen laut Bauverwaltungsleiter Dieter Dresen noch nicht vor. "Die Holzhackschnitzel-Anlage muss zwei Jahre im regulären Betrieb laufen, um dafür Zahlen ermitteln zu können", so Dresen.

Das erste Betriebsjahr der Brüggener Anlage könne man nicht als Referenz nehmen, da die Regelanlage und der Spitzenkessel erst später in die Burggemeindehalle integriert worden sind. "Die Zahlen aus der Machbarkeitsstudie für eine Brachter Anlage und die tatsächlichen Zahlen aus der Brüggener Anlage müssen nun verglichen werden." Die Verwaltung möchte in der Bauausschusssitzung dazu den Prüfauftrag erhalten. "2016 wird die Straße zum Schulzentrum, der Doppelturnhalle und den Gebäuden am Sportplatz ausgebaut. Diesen Straßenausbau könnte man gut nutzen, um zumindest die Vorbereitung für eine Nahwärmeleitung mit einzuplanen", so Dresen. Der Straßenausbau soll auf keinen Fall verzögert werden.

(bigi)
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