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Viersen
CDU will Mackenstein-Plan ändern

Viersen. Beim Bauamt sind mehr als hundert Stellungnahmen zu dem Vorhaben des Onlinehändlers Reuter eingegangen. Die Christdemokraten wollen den Verkehr durch das Gewerbegebiet führen und fordern mehr Flüsterasphalt. Von Daniela Buschkamp

Das geplante Logistikzentrum in Gewerbegebiet Mackenstein-Peschfeld soll laut CDU über die Elektronikstraße angefahren werden. Damit könnte auf einen neuen Kreisverkehr auf der K 8 verzichtet werden. Dies beantragt die Fraktion für die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und -planung am Dienstag, 31. Mai. Zudem soll auch in Hausen Flüster-asphalt verlegt werden, um Verkehrslärm zu reduzieren. Zwar begrüßt die CDU die Neuansiedlung, doch "auch die Bedenken der Bürger müssen in der Planung intensiv berücksichtigt werden", so Fraktions-Chef Stephan Sillekens und Ortsbürgermeister Michael Aach.

Es ist nicht der einzige Änderungswunsch zu dem umstrittenen Vorhaben. 97 Einwände von Bürgern und 15 von Institutionen sind beim Bauamt eingegangen. Der Online-Händler Reuter plant ein Logistikzentrum, Konzeptstudien sehen einen massiven Baukörper mit einer Höhe von bis zu 25 Metern vor.

Dagegen wenden sich Anwohner aus Mackenstein und Hausen. Johannes Schinken, Vorsitzender der Initiative, will Gespräche mit den Fraktionen suchen. Die Befürchtungen der Anwohner: mehr Verkehr, mehr Lärm und eine Zerstörung des Landschaftsbildes. Aus diesen Faktoren, die die Lebensqualität verringern, würde eine Minderung des Immobilienwertes folgen. "Auch wir haben unsere Bedenken gebündelt bei der Verwaltung eingereicht", sagt Schinken.

Wie geht das Planverfahren für das Logistikzentrum weiter? "Wir befinden uns zurzeit in einem sehr frühen Stadium", erklärt Beatrice Kamper, technische Beigeordnete der Stadt Viersen. Bei der frühzeitigen Bürgerbeteiligung im Jahr 2015 wurden Eckdaten vorgestellt. Auf deren Basis wurden Gutachten - etwa zum Verkehrsaufkommen, zur Bodenbeschaffenheit oder zum Artenschutz - angefertigt und die Pläne ausgearbeitet. Wie im Baugesetzbuch vorgeschrieben, wurden danach die Baupläne ausgelegt. Innerhalb von vier Wochen konnten Bürger und die Träger der öffentlichen Belange dazu Stellung nehmen. "Diese Vorschläge sichten wir, werten sie aus und werden unsere Planungen anpassen", sagte die Beigeordnete. Wie diese Änderungen konkret aussehen könnte, dazu wollte Kamper keine Aussagen machen. Beispiele für Änderungen seien etwa die Lage des Baukörpers, die Begrünung, die Fassadengestaltung und Lärmminderung. "Flüsteralarm haben wir bereits vorgesehen", so Kamper. Um einen besseren Lärmschutz zu erzielen, könnten weitere Flächen als die bisher damit belegt werden.

Bei Änderungen wolle die Verwaltung auf Einwände der Anwohner reagieren und diese mit den Vorschriften in Einklang bringen. Zudem seien neue Gutachten notwendig. Auch diese Pläne werden offengelegt. Laut Kamper soll die zweite Offenlage nach der Sommerpause terminiert werden. Zum Abschluss des Planverfahrens wollte sie keinen Termin nennen.

Quelle: RP
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