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Brüggen
CDU will mehr günstigen Wohnraum

Brüggen: CDU will mehr günstigen Wohnraum
Das Museum Mensch und Jagd ist beliebt. Kostendeckend arbeitet es aber nicht, so dass die Gemeinde jedes Jahr einen Teil der Kosten decken muss. FOTO: Busch
Brüggen. Die CDU-Ratsfraktion Brüggen hat bei ihrer Klausurtagung über günstige Wohnungen diskutiert. Hier müsse sich dringend etwas tun. Zudem besprach sie die Frage, wie es mit der Unterhaltung der Burg Brüggen weitergehen soll. Von Constanze Juckenack

Die Brüggener CDU will sich noch einmal mit der Bebauung an der Straße In der Haag in Brüggen beschäftigen. "Wir wissen, dass junge und ältere Paare bis Waldniel und Niederkrüchten ziehen, weil wir hier in Brüggen keinen Wohnraum für sie haben", sagt Johannes Weiß. Er gehört zur CDU-Fraktion im Gemeinderat. Kürzlich hat die Fraktion bei einer zweitätigen Klausurtagung in Goch über den Wohnraum in der Gemeinde diskutiert. Die Mehrheit der Fraktionsmitglieder spricht sich dafür aus, dass an der Straße In der Haag Mehrfamilienhäuser gebaut werden soll.

Die Gemeinde trägt auch die Kosten für die Pflege im Umfeld der Burg. FOTO: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen)

Eigentlich gab es schon einmal Pläne, dort auf einem Grundstück der Gemeinde zu bauen. Doch weil die Entwürfe etlichen Ratsmitgliedern zu klobig erschienen, wurde eine Bebauung abgelehnt. Nun müsse das Thema wieder aufs Tableau, sagt Weiß. "Wir müssen hier einfach etwas tun", fordert er. Da sei sich die Fraktion einig.

Auch über den Haushalt für 2016 hat die Fraktions diskutiert. Kämmerer Oliver Mankowski berichtete, dass er mit einem Haushaltsüberschuss rechnet. "Da gibt es natürlich direkt Ideen, was man mit dem Geld machen könnte", sagt Weiß. Allerdings habe Mankowski dazu geraten, das Geld in die Rücklage zu stecken. Schließlich müssen laufende Projekte auch künftig finanziert werden. Es sei ratsam, dafür Geld zurückzulegen. Weiß, der selbst Lehrer ist, freut vor allem eine Maßnahme, die im aktuellen Haushalt vorgesehen ist: Die Toiletten an der Gesamtschule Brüggen sollen erneuert werden. "Das wurde Zeit, die sind 50 Jahre alt", sagt er.

Die Fraktion überlegt auch, wie es mit der Brüggener Fußgängerzone weitergehen soll. "Wir haben gemerkt, dass schon kleinere Maßnahmen wie die neuen Mülleimer und die neuen Bänke deutlich dazu beigetragen haben, die Fußgängerzone attraktiver zu machen", sagt Weiß. Nun soll der Kreuzherrenplatz abgesenkt werden, so dass er barrierefrei ist.

Diskutiert hat die Fraktion auch über das Museum "Mensch und Jagd". Jedes Jahr schießt die Gemeinde mehrere Zehntausend Euro zu, damit das Museum in der Burg Brüggen betrieben werden kann. Bis vor einigen Jahren zahlte der Landesjagdverband einen Teil der laufenden Kosten, doch nun zahlt er nur noch für Dauerausstellungen. "Wir sind uns als Fraktion sicher, dass wir das Museum und auch die Burg in unserer touristisch geprägten Gemeinde brauchen", sagt Weiß. Dennoch überlegt die Fraktion nun, wie sie dafür sorgen kann, weniger Geld zuschießen zu müssen.

Auch im Umfeld stehen Neuerungen an: Die Gemeinde hat die Burg Brüggen nur gepachtet. Derzeit wird über neue Pachtverträge verhandelt, einen für das Gebäude selbst, einen für die Anlage um die Burg. Derzeit kann die Gemeinde nicht über die Nutzung der Anlage bestimmen, trägt aber die Kosten für die Pflege des Geländes. Das könne nicht so bleiben, findet die CDU-Fraktion.

Zudem beschäftigte sie sich mit dem Nachwuchs. Die CDU-Fraktion will sich darum bemühen, mehr jüngere Mitglieder zu gewinnen. darum wird sich vor allem der Vorstand der Partei kümmern. Doch auch die Fraktion will etwas tun und künftig jüngere Mitglieder des Rats und Mitglieder in der Jungen Union stärker in die politische Arbeit einbinden. "Sie müssen mehr Gewicht haben", sagt Weiß.

Quelle: RP
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