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Viersen
Chicken Head - mal fetzig, mal schmusig

Viersen. Viersen Die deutsche Blues-Szene lebt, ein schönes Beispiel aus der Region ist etwa die Band Chicken Head, die z ein gut besuchtes und beeindruckendes Clubkonzert im Viersener Varieté Freigeist gab. Wo Hände winken und mit Feuerzeugen leuchten, wo junge Konzertbesucher alte Bluessongs mitsingen - da muss die Stimmung prächtig sein. Und das war sie auch. Bereits die ersten Takte und Töne versprachen: Das wird bluesig und schmusig, fetzig und fesselnd. Erst recht, als Aggie MacLean mit ihrer dunklen Stimme einsetzte: "Don't whisper".

Ja, sie wisperte und flüsterte, hauchte und fauchte, krächzte und ächzte, röhrte und betörte mit ihrer Stimme das Publikum, hielt den Ton so lange, dass einem beim Hören schier die Luft wegblieb. Die Fünf ließen Klassiker frisch und doch vertraut klingen, "Crossroads" etwa, der mehr als 80 Jahre alte Blues-Hit von Robert Johnson, war ein Höhepunkt des Konzerts: Eppi Funken, Hexer an der Gitarre, und Hein Berendonk, Spaßvogel und Zauberer mit den Harps (manchmal leider zu leise ausgesteuert), spielten sich die Melodiebälle zu, schneller und schneller, getrieben von Rudi Seliger an den Drums und Dieter Heilen am Bass, virtuos und furios, Minuten lang, als sollte die Session kein Ende nehmen - schade, als sie dann doch endete.

Blues vom Feinsten bot die Band, ruhig und rockig, soulig und funky, von "Little Piece of my Heart" bis "Hip Shakin' Mama" und natürlich "Blues is my Business". Drei Zugaben - es hätten ruhig mehr sein dürfen. jobu

Quelle: RP
 
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