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90. Geburtstag
"Christel" war eine Gutsfrau

Viersen. Christine-Agnes Meurer (geb. Hecken) wurde am 14. Mai 1926 als drittes von vier Kindern im Haus Hehler 110 geboren. "Den Eichentisch, wo ich drauf zur Welt kam, gibt es heute noch und steht jetzt im Bügelzimmer", erzählt sie, die alle nur "Christel" nennen. Ihre drei Brüder sind bereits tot - einer blieb im Krieg, einer war krank und der andere verstarb bereits mit zwei Monaten.

Sie besuchte für ein Jahr die Haushaltsschule in Ratingen und machte einen speziellen Führerschein in Rheinbach, damit sie einen Holz-Gas-Trecker fahren durfte. Christel Hecken lernte ihren Ehemann Heinrich Meurer aus Köln-Müngersdorf auf einem Bauernball in Dülken kennen. Er bewirtschaftete in Köln einen Pachtbetrieb mit 1500 Morgen Land. "Für mich war das eine Herausforderung. Ich wurde nun eine Gutsfrau", sagt die rüstige Dame. Christel Meurer bekam drei Kinder und freut sich auch heute noch über die große Familie mit fünf Enkeln und drei Urenkeln. Bis 1963 lebte sie in Köln-Müngersdorf, dann lief der Pachtvertrag aus. Danach wohnten sie und ihre Familie kurzzeitig bei ihrer Mutter, bevor sie den elterlichen Hof in Hehler übernahm. 33 Jahre war sie verheiratet, ihr Ehemann starb 1984. Im Dezember 2000 entschlief ihre älteste Tochter, was sie sehr schmerzte. Sie fühlt sich recht fit und löst Kreuzworträtsel. "Wichtig ist, dass ich noch lange bei meinen Kindern und gesund bleibe", wünscht sie sich. Sie feiert am 14. Mai ab 16.30 Uhr in der Bleichermühle im Kreise der Familie und Nachbarn. Wer ihr gratulieren will, kann das an ihrem Ehrentag bei ihr zu Hause tun.

Quelle: RP
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