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Brüggen
Das Brüggener Bad soll attraktiver werden

Brüggen: Das Brüggener Bad soll attraktiver werden
Im Brüggener Hallenbad - hier Aqua-Styling - wurden die Schwimmzeiten erweitert, um den Ausfall des Lehrschwimmbeckens zu kompensieren. FOTO: Heike Ahlen
Brüggen. Da das Lehrschwimmbecken in Bracht als Gerätelager genutzt wird, hat die Verwaltung die Öffnungszeiten im Hallenbad erweitert. Von Daniela Buschkamp und Birgit Sroka

Die Gemeindeverwaltung hat ab Montag, 1. November neue Öffnungszeiten im Hallenbad Brüggen eingerichtet. "Dies war erforderlich, da das Lehrschwimmbecken in Bracht derzeit nicht zur Verfügung steht", sagt Fachbereichsleiter Gerd Schwarz. "Wir haben versucht, für möglichst alle Nutzer einen Ausgleich für die bisherigen Zeiten zu schaffen." Von montags bis mittwochs wird zudem die Wassertemperatur von 29.9 auf 28 Grad gesenkt. "Wir entsprechen damit einem Wunsch der Sportler", so Schwarz. Von donnerstags bis sonntags gibt es Warmbadetage.

Die Nutzung des Brüggener Hallenbades soll nach einem Zehn-Punkte-Papier optimiert werden. Die Gemeinde versucht, einerseits Kosten zu sparen und andererseits das Bad für die Bürger attraktiver zu machen. Bereits im Juni hatte der Betriebsausschuss über die Handlungsoptionen beraten und diese nun in der Betriebsausschusssitzung vorgestellt. In der Zwischenzeit hatte die Trockenlegung des Brachter Lehrschwimmbeckens für Wirbel gesorgt: Dort wird das Sport-Equipment der angrenzenden Turnhalle gelagert, da diese zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird. Deshalb musste Oliver Mankowski, Betriebsleiter der Bäderbetriebe Brüggen, einen Plan erstellen, wie das Schulschwimmen und die Angebote der Vereine mit in den Nutzungsplan des Brüggener Bades eingearbeitet werden können. Mankowski lobte die Flexibilität der Vereine, Hebammen und Babyschwimmer: "Diejenigen, die das Bad mit den meisten Mitgliedern nutzen, haben das größte Verständnis gezeigt."

Allerdings wurde dem Ausschuss in diesem Zusammenhang auch mitgeteilt, dass private Kursanbieter scheinbar bei einer für die Gemeinde nicht kostendeckenden Nutzungsgebühr einen guten Gewinn erwirtschaften. Auf Anfrage von René Bongartz (Grüne) müsste man normalerweise den dreifachen Satz der Nutzungsgebühr verlangen, um aus den roten Zahlen zu kommen - die Gemeinde bezuschusst also die Nutzung des Bades kräftig. Für Unverständnis sorgte die Bemerkung, dass eine Verdienstausfallforderung an die Gemeinde aufgrund der Trockenlegung des Brachter Bades gestellt wurde. "Da gibt es also Leute, die bauen ihre Existenz darauf auf, dass wir jede Stunde kräftig subventionieren?", fragte Bongartz irritiert. Die Ausschussmitglieder regten an, dass die Gemeinde zukünftig selbst weitere Kursangebote machen solle.

"Es kann nicht sein, dass ein Bad exklusiv für private Kurse zur Verfügung gestellt wird und wenn der nächste Kurs in die Halle kommt, vorher erst einmal ein paar Runden im Becken gedreht werden, während der vorherige Kurs noch läuft", sagte Thomas Schmidt (CDU). Er bezeichnete dies als "Umgehung des regulären Eintrittspreises". Einstimmig beschloss der Betriebsausschuss, für Brüggen eine zukünftige Stundenpauschale: 45 Euro für Kinderkurse und 90 Euro für Erwachsenenkurse. In dem von Mankowski vorgelegten Wirtschaftsplan für 2016 wird von einem Defizit von rund 337.000 Euro ausgegangen, das die Gemeinde decken muss. Das Brachter Bad soll im Laufe des nächsten Jahres wieder nutzbar sein. Bei zwei Enthaltungen empfiehlt der Betriebsausschuss dem Rat, den Plan für das Wirtschaftsjahr 2016 zu beschließen. Kosten sollen etwa gesenkt werden durch die Reduzierung der Wassertemperatur im Brachter Lehrschwimmbecken von freitags bis Sonntagsabends. Bisher wurde für vier Kursstunden 48 Stunden durchgeheizt. Die Wassertemperatur des Brachter Beckens soll 2016 in den Schulferien reduziert werden. Im Gespräch ist eine Attraktion für ältere Kinder, um das Bad attraktiver zu machen.

In der Ratssitzung am 3. November, 19 Uhr, im großen Sitzungssaal, soll über die Handlungsoptionen beraten werden.

Quelle: RP
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