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Viersen
"Das Minimum an Demokratie"

Viersen: "Das Minimum an Demokratie"
Insgesamt rund 70 Menschen kamen zum Auftakt der vierstündigen Kundgebung zum Sparkassenvorplatz. FOTO: Busch
Viersen. Rund 70 Menschen versammelten sich am Samstag in der Fußgängerzone, um für ein tolerantes Viersen zu werben. Anlass war eine AfD-Veranstaltung

Eingeladen hatten das Bündnis für gelebte Demokratie, Pax Christi, SPD, Grüne und Die Linke. Unter dem Motto "Viersen stellt sich quer - für Toleranz und gegen Rassismus" trafen sich etwa 70 Menschen, um zu unterstreichen, dass Viersen eine offene, tolerante und demokratische Stadt sei.

Der ursprüngliche Anlass für die Zusammenkunft war weggefallen. Die AfD hatte für Donnerstagabend zu einer Veranstaltung mit Parteichefin Frauke Petry eingeladen, die aber kurzfristig wegen Erkrankung abgesagt wurde. "Aber auch nach der Absage war für uns klar: Wir ziehen das durch", erklärte Organisator Oliver Wasseige.

Als erste Rednerin trat Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller ans Mikrofon. "Wir sind aufgefordert, unsere Demokratie zu schützen", sagte sie. "Mit populistischen Worten kann man die Probleme der Welt nicht lösen." Sie rief die Menschen auf, sich für Politik zu interessieren und sie mitzugestalten. Das "Minimum an Demokratie" sei die Ausübung des Wahlrechts - wozu es 2017 sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene Gelegenheit gebe. Wer sich mit dem Programm der AfD beschäftige, werde feststellen, dass die meisten Menschen mit den dortigen Forderungen nicht übereinstimmten. Wer mit seiner Stimme bei einer Wahl protestieren wolle, solle sich die Programme derjenigen, die sich als Alternativen anbieten, genau ansehen. "Damit es nicht so geht wie vielen Menschen in Amerika." Sie sei überzeugt, dass dort viele das Establishment nicht wollten - mit Trumps Forderungen aber ebenfalls nichts gemeinsam hätten. Wasseige lud die Menschen zur Diskussion ein: "Wir wollen gerade auch die erreichen, die sich für Donnerstagabend zu dem Vortrag angemeldet hatten. Reden Sie mit uns über Ihre Ängste, lassen Sie uns über Beweggründe sprechen."

Anemüller erinnerte auch daran, dass die gerade beginnende Adventszeit die weihnachtliche Botschaft enthalte: "Setzt Euch für Frieden unter den Menschen ein."

(hah)
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