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Viersen
Das schönste Geschenk zum Abschied: Alle Kinder lächeln

Viersen. Annemarie Pelters, Leiterin des Familienzentrums St. Irmgardis, und ihre Stellvertreterin Elisabeth Lenzen werden heute verabschiedet Von Isabelle Kessel

Über vier Jahrzehnte haben Annemarie Pelters (62) und Elisabeth Lenzen (63) ihr Herz in die Arbeit im Familienzentrum St. Irmgardis gesteckt. Heute werden sie in den Ruhestand verabschiedet. "Da sind schon viele Emotionen dabei und auch viel Wehmut", sagt Pelters, Leiterin des Familienzentrums. "Aber so war der Lebensplan, irgendwann ist Schluss." Auch Gruppenleiterin Elisabeth Lenzen ist traurig, dass ihre Arbeit mit den Kindern nun beendet wird. "Ich habe gemischte Gefühle und bin natürlich traurig darüber, aber ich freue mich auch auf die Zeit danach", sagt sie.

Besonders schön findet Annemarie Pelters, dass sie mehrere Generationen einer Familie im Kindergarten betreut hat. "Es kommt immer wieder vor, dass wir den Nachwuchs eines ehemaligen, jetzt erwachsenen Kindes betreuen. Das ist natürlich ein tolles Zeichen für unsere Arbeit", sagt sie. Elisabeth Lenzen erinnert sich zudem an "besonders entzückende Momente mit den Kindern: Wenn sie ,Ich habe dich lieb' sagen, obwohl man vorher geschimpft hat, dann ist das schon wirklich toll."

Dass sie über so einen langen Zeitraum begeistert im Familienzentrum gearbeitet haben, liegt an einer bewussten Berufswahl:. "Damals hatten wir ja nicht viel Zeit, um einen Beruf auszuwählen. Und wir wollten beide mit Kindern arbeiten", erzählen sie. So haben beide die Ausbildung zur Kindergärtnerin begonnen. Im Laufe der Jahre konnten sie einige Erfahrungen sammeln. Was hat sich verändert? "Die Betreuung ist heute anders", so Annemarie Pelters. "Früher gab es Drei-bis Sechsjährige in den Gruppen, heute haben wir zum Teil bereits Kinder unter zwei Jahren in der Betreuung", ergänzt Lenzen. Auf diese sehr jungen Kinder müsse man sich fachgerecht einstellen: "Natürlich tanzen und singen auch die Zweijährigen, aber sie brauchen eine andere Pflege, egal ob beim Essen oder beim Wickeln." Die Aufgaben hätten sich verändert, aber das sei das Interessante an ihrem Beruf.

Die beiden wollen nun ihren Hobbys nachgehen, die Zeit für Familie und Freunde nutzen. "Ich möchte mit meinem Mann verreisen", sagt Pelters. "Wandern und gärtnern" nennt Elisabeth Lenzen. Pelters wird weiterhin im Familienzentrum aktiv sein - als Ehrenamtlerin.

Quelle: RP
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