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Viersen
Das Tourfieber grassiert

Viersen. Die Tour de France versetzt Mönchengladbach morgen in einen Ausnahmezustand. 250.000 Besucher werden erwartet, die Bismarckstraße wird einer Hochsicherheitszone gleichen, der Verkehr massiv eingeschränkt sein Von Andreas Gruhn und Lukas Kellers

Mönchengladbach hat sich vom Tourfieber infizieren lassen und zeigt das auch ganz offen. Immer mehr Geschäfte haben etwa Schaufenster umdekoriert mit Fahrrädern und in den Farben der französischen Trikolore. Das Kulturzentrum BIS hat von Konditor Hans Oehmen für seine Besucher am Sonntag eine Tour-Torte geordert, dort gibt es Tourfieber als Süßspeise am Sonntag ab 10 Uhr zu verköstigen. Im Grenzlandstadion waren zwei Graffiti-Künstler bis gestern Abend damit beschäftigt, das Logo der städtischen "Tourfieber"-Kampagne auf den Rasen zu sprühen - alles für TV-Bilder aus der Luft.

Die Kirche St. Marien in Rheydt war bisher nicht als Radsporttempel in Erscheinung getreten. Jetzt schon. Zwei Fahrräder in blau, weiß und rot zieren die Fassade neben dem Portal, und am Sonntag ist die Kirche zum "Jour de tour" (Tag der Tour) für alle Besucher ab 11 Uhr geöffnet - zum Ausruhen, Schauen und Verweilen. In einer Foto-Ausstellung zeigen Bilder vom Renngeschehen, warum der Radsport so beliebt ist. Jeder Besucher bekommt eine Fahrrad-Wasserflasche. Die Bewohner des Vitusheims wollen die Durchfahrt der Radsportler zum Teil mit ihren Angehörigen direkt vor der Haustür oder aus dem Fenster verfolgen. Dazu lässt Einrichtungsleiterin Angelika Heinrichs typisch französische Speisen servieren. Und so wird die Tour an vielen Orten in der Stadt zelebriert. Tourfieber halt.

Quelle: RP
 
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