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Kreis Viersen
Das ZDI-Zentrum soll bald kreisweit tätig werden

Kreis Viersen. Wie funktionieren Photovoltaikzellen? Welche Tiere leben in den Netteseen? Woraus besteht eine Lasagne? Was bewirken Röntgenstrahlen? Das sind nur einige Fragen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Fächer), die das "ZDI-Zentrum der Stadt Nettetal für den Kreis Viersen" an Schüler aller Schulformen heranträgt und versucht, sie mit ihnen gemeinsam zu beantworten. Mehr als 6300 Jungen und Mädchen haben bisher an 355 Kursen mit knapp 66.000 Unterrichtsstunden teilgenommen. Die Trägerschaft hat nun die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (Invest Region Viersen) übernommen. Der Name wurde geändert in "ZDI-Netzwerk Kreis Viersen", wobei "ZDI" weiterhin für "Zukunft durch Innovation" steht.

"Der neue Name ist Programm", sagte WFG-Geschäftsführer Peter Hauptmann, denn man wolle nicht nur "die erfolgreiche und wichtige Tätigkeit noch mehr als bisher auf den gesamten Kreis Viersen ausdehnen", sondern auch neue Akzente setzen: "Es wird kreisweit verschiedene Standorte geben, die die Arbeit des "ZDI"-Netzwerkes am Ort unterstützen", ergänzt er. Nettetal mit seinem Techniklabor an der Gesamtschule werde erster Standort sein und "mit seinen Erfahrungen ZDI weiterhin aktiv begleiten".

Junge Leute für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern, sei angesichts des allseits beklagten "eklatanten Mangels" in den MINT-Fächern für die deutsche Wirtschaft überlebensnotwendig - darin stimmten Vertreter von Industrie- und Handelskammer, Kreishandwerkerschaft, Wissenschaftsministerium sowie der Agentur für Arbeit überein, als sie die neue "ZDI"-Vereinbarung im "Haus der Wirtschaft" in Viersen unterzeichneten.

An die Pionierarbeit des damaligen Gesamtschulleiters Roland Schiefelbein, der 2009 die "ZDI"-Initiative des Wissenschaftsministers Andreas Pinkwart aufgriff, erinnerte Nettetals Bürgermeister Christian Wagner und sprach von einer "Erfolgsstory", die sich auch positiv auf das Projekt "BaseL" auswirkte, in dem Jugendliche einen Einblick in die Berufswelt erhalten. "Das alles hat uns sehr geholfen", sagte die jetzige Schulleiterin Elke Eller-Hofmann, die den Wunsch der Lehrer nach "fertigen Angebotspaketen" weitergab, um sie von bürokratischen Arbeiten und der Suche nach Partnern zu entlasten.

Daran will die Invest-Region Viersen gemeinsam mit der bisher auch schon für das "ZDI"-Zentrum tätigen Beratungsgesellschaft Matrix als "zentraler Knoten" arbeiten. Sie will nicht nur die Abrechnung der Fördermittel übernehmen, sondern auch regionale und überregionale Unternehmen und Verbände "deutlich stärker in die Arbeit" einbinden.

(mm)
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