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Viersen
Der Alte Markt erhält ein neues Gesicht

Viersen. Für den Alten Markt in Dülken wünschen sich Bürger eine bessere Beleuchtung, mehr Sitzplätze und Abstellplätze für Fahrräder. Bei der Bürgerversammlung war auch die Verkehrsführung Thema. Favorit ist eine Sackgassen-Lösung Von Jiota Kallianteris

Die Umgestaltung des Alten Markts war erneut Thema einer Bürgerbeteiligung, zu der die Stadt Viersen eingeladen hatte. Warum dies notwendig war: Bei der ersten Veranstaltung im April war eine Vielzahl von Wünschen, Anregungen und Kritik der Bürger laut geworden. Diese haben Mitarbeiter des Fachbereichs Stadtplanung mit einem Verkehrsplaner in drei Konzepte eingearbeitet. Technische Beigeordnete Beatrice Kamper war zuversichtlich, dass "die gemeinsam mit vielen Fachbereichen, der NEW, den Marktbeschickern und den Baumkontrolleuren erarbeiteten Pläne Zustimmung finden werden. Solche interaktiven Bürgerdiskussionsrunden sind uns sehr wichtig, damit wir feststellen können, ob wir alle Anregungspunkte und Wünsche richtig verstanden und umgesetzt haben."

Im Mittelpunkt der Präsentation stand die Verkehrssituation. Dafür gibt es kaum Gestaltungsspielraum, da eine Verlagerung der Verkehrsführung für die Busse wegen der Straßenbreite und der Parkmöglichkeiten nicht möglich ist. Eine Verlagerung würde bedeuten, dass es keine Busanbindung mehr im Zentrum geben würde. Problematisch ist die gesetzliche Verpflichtung zur Barrierefreiheit, mittelfristig für Hochborde mit einer Länge von mindestens 18 Meter an den Bushaltestellen zu sorgen. Diese sind auf dem Alten Markt nicht umsetzbar, da er nicht mehr für den Wochenmarkt und für andere Veranstaltungen genutzt werden könnte. Für die Städteplaner ist somit klar, dass die Bushaltestellen auf die Corneliusstraße in die Nähe der Einmündung Cap Horn verlegt werden sollten.

Was sich die Bürger wünschten: zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, ebenso Sitzmöglichkeiten auf dem Platz und eine bessere Beleuchtung. Auch neue Vorschläge wurden am Abend aufgenommen. Sie werden nun auf ihre Machbarkeit geprüft.

Zur künftigen Verkehrssituation stellte die Verwaltung drei Varianten vor. Eine Version sah die Freigabe des Alten Marktes für den Fahrzeugverkehr mit Tempo 10 vor. Die zweite Variante bedeutete die Gestaltung des Marktes als eine Sackgasse, der dritte Vorschlag ließ Busverkehr sowie und Anlieger- und Anlieferverkehr zu. Die Freigabe des Platzes für den Autoverkehr fand keine breite Unterstützung. Die Alternative "Nur Busverkehr", die bereits die jetzige Regelung darstellt, wurde für die Zukunft mit Verstärkung durch versenkbare Poller skizziert. Hier gab es viel Zustimmung aus den Reihen der Anlieger. In einer Diskussionsrunde konnten sich die Beteiligten mit den Planern austauschen, die Entwürfe durchgehen und eigene Vorschläge mitteilen. Diese wurden aufgenommen für die weitere Planung. Favorit für eine künftige Verkehrsführung am Alten Markt war nach Abstimmung klar die Sackgassen-Lösung. Günther Kamp, Geschäftsinhaber und Hauseigentümer ist seit den 70er Jahren für eine Veränderung der Verkehrssituation: "Etwas muss sich verändern, aber eine komplette Öffnung für den Verkehr begrüße ich nicht. Der Marktplatz muss aber dennoch befahrbar sein. Ich bin für die Sackgassen-Regelung."

Die Verwaltung muss nun außerdem die Wünsche der Bürger zum Erhalt der Bäume in die Planung aufzunehmen. Der Erhalt des Bestands ist insbesondere dem Grünen Ingo Wolf wichtig. Dazu gehören Fragen wie: Welche Bäume können erhalten werden, welche werden durch neue ersetzt und welche können eventuell entfallen?

Wie es weitergeht: Innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre soll die Umgestaltung des Alten Marktes umgesetzt werden.

Quelle: RP
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