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Viersen
Der Fahrradladen von nebenan

Viersen. Michael Steincke ist mit seinem Fahrradladen "Steinckes Radmarkt" seit knapp sechs Jahren selbstständig. Er setzt auf Kundennähe und Beratung. Von Lea Buchholtz

Der Kunde trifft die Entscheidung und soll mit seiner Wahl zufrieden sein, so lautet die Philosophie des Radmarktinhabers Michael Steincke. Seit knapp sechs Jahren gibt es "Steinckes Radmarkt". Zuvor hat der gelernte Zweiradmechaniker 15 Jahre lang im Radsportgroßhandel und vier Jahre im Einzelhandel gearbeitet. Dann entschloss er sich zum oft riskanten Schritt in die Selbstständigkeit. "Kein Job ist heutzutage mehr einfach. Dennoch bereue ich meine Entscheidung nicht. Die Arbeit macht mir nach wie vor sehr viel Spaß und ich denke, das ist das Wichtigste", sagt Steincke. Gemeinsam mit einem festen Gesellen und einem Teilzeitangestellten, der sich um die Buchhaltung kümmert, betreibt er seinen Laden. Der Einzelhändler setzt dabei besonders auf Service und Beratung. Um ihre Kunden richtig betreuen zu können, bilden sich Steincke und sein Geselle Simon de Voss regelmäßig durch Fortbildungen und Schulungen weiter. "Viele Menschen denken, dass ein Fahrrad einfach ein Fahrrad ist. Doch im Laufe der Zeit ist viel Technik hinzugekommen", erklärt Steincke. Da er und de Voss selbst begeisterte Fahrradfahrer sind und gerne im Gelände oder auf Rennrädern unterwegs sind, bieten sie Touren für ihre Kunden an. "Den Kunden zeigen wir auf den Ausfahrten zum Beispiel wie und wann sie mit ihren Sporträdern schalten müssen ", so der Einzelhändler. Um sicherzugehen, dass das ausgesuchte Modell auch zum Kunden passt, bietet Steincke außerdem Testräder zum Probefahren an.

Sein Internetauftritt dient der Präsentation des Fahrradladens: "Auf unserer Seite können wir darstellen, was wir alles anbieten. Außerdem findet man dort Angebote und Neuerungen", sagt Steincke. Trotzdem gibt es für den Radmarkt die Konkurrenz im Internet. "Es ist schon ärgerlich, wenn sich jemand beraten lässt und dann im Internet kauft. Doch wir können niemanden zwingen, bei uns zu kaufen und wollen das auch nicht", erklärt Steincke. So legt sein Team viel Wert darauf, dass sich die Kunden in Ruhe entscheiden können. "Unsere lockere Art kommt sehr positiv an", sagt der Einzelhändler. Bei Kundengesprächen habe Steincke allerdings festgestellt, dass sich die Preise im Internet nicht stark von denen in seinem Laden unterschieden. "Deshalb wäre es fair, wenn die Leute uns auch eine Chance geben würden mitzuhalten", meint er. Bei Discountern sieht es anders aus. Diese seien keine Konkurrenz für den Radmarkt. Die Erfahrung habe gezeigt, dass sich viele nur einmal für den Kauf eines Rades beim Discounter entscheiden. Besonders bei älteren Generationen sei es der Fall, dass man auf einen Anlaufpunkt und die Sicherheit von Garantie und Service setzt, wie bei "Steinckes Radmarkt".

Quelle: RP
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