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Serie Mein Verein
Der VVV bringt Kunst in den Ort

Serie Mein Verein: Der VVV bringt Kunst in den Ort
Ralf Hendrix, Geschäftsführer des VVV Hinsbeck, ist kunstbegeistert. Zu seinen Lieblingswerken zählt die Skulptur "Füreinander - Miteinander" von Manfred Mangold vor Pfarrkirche. FOTO: Busch
Viersen. Seit vielen Jahren engagiert sich der 45-jährige Ralf Hendrix im Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Hinsbeck. Zahlreiche Projekte sind bereits angestoßen worden. Aber vor allem die Kunst liegt ihm sehr am Herzen Von Heinz Koch

Hinsbeck Das Interesse für die Geschichte Hinsbecks ist bei Ralf Hendrix schon immer sehr groß gewesen. Und genau das führte den 45-Jährigen zum Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Hinsbeck. Denn Hendrix möchte nicht nur interessiert zuschauen, sondern auch selbst etwas bewegen: "Wenn wir jungen Menschen uns nicht um unseren Ort kümmern, müssen wir uns nicht wundern, wenn dort immer weniger passiert. Dann droht Hinsbeck zu einer Schlafstadt zu werden." Deshalb engagiert sich der 45-Jährige seit vielen Jahren im VVV und ist seit 2013 Geschäftsführer des Vereins.

Der im Jahre 1907 gegründete VVV Hinsbeck ist einer der Ältesten - vielleicht der Älteste - Verschönerungsverein im Kreis. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg schob er Verbesserungen im kleinen Hinsbeck an, um Touristen für die Hinsbecker Natur zu gewinnen. Auch nach dem Weltkrieg war der VVV rege, viele Projekte und Arbeiten, die Hinsbeck heute ausmachen und Bewohner wie Touristen begeistern, wurden von ihm geschaffen. "Ohne den VVV wäre Hinsbeck nicht das, was es heute ist", unterstreicht Hendrix.

Im Mittelpunkt dabei stand immer, die Natur und Seenlandschaft für Besucher attraktiver zu machen, um insbesondere die einheimische Gastronomie zu stärken. "Was uns allen aber besonders am Herzen liegt, ist die Kunst. Nicht umsonst wird Hinsbeck wird als Künstlerdorf bezeichnet", sagt Hendrix. Hierzu gehört die Aufstellung von Kunst unter freiem Himmel, die der VVV Hinsbeck seit nun fast 25 Jahren betreibt. Seit 1992 führt er alle fünf Jahre ein Künstler-Symposium durch. "Jedes Mal war es ein Erlebnis für die Bewohner, sagt der 45-Jährige.

Unvergessen sei das Arbeiten unter freiem Himmel bei den Symposien 1992 und 1997 gewesen, wo die Künstler in der Ginkesweide ihre Ideen vortrugen und unter den Blicken der Zuschauer umsetzten. Die Anzahl der Werke war damals so groß, dass der VVV einige von ihnen in Kaldenkirchen und an Haus Bey aufstellte.

Fertige Kunstwerke wurden 2002 auf der Oberstraße aufgestellt, die seitdem die Heide mit dem Ortskern verbinden. Und darauf ist Hendrix stolz, auch wenn ihm klar ist, dass Kunst immer umstritten war ist und sein wird. Nicht jeder finde die aufgestellten Objekte gut. "Doch Kunst soll zur Diskussion anregen, soll zum Gespräch führen", sagt der Hinsbecker. "Und das wurde vielfältig geschaffen."

Von allen Seiten gelobt wurde das 2007 erstellte Kaltblut, das heute eine Freifläche an der Krickenbecker Allee verschönert. Ebenso wie die Arbeit "Miteinander-Füreinander" von 2012 an der Kirche, die angesichts der heutigen Flüchtlings-Entwicklung eine mahnende Darstellung geworden ist.

Alle diese Kunstwerke verschönern das Bergdorf Hinsbeck und bestätigen die Bezeichnung "Künstlerdorf", die Hinsbeck schon seit den 1930er Jahren trägt. Und Hendrix macht Geschmack auf mehr: "Kunstinteressierte dürfen gespannt sein auf das Symposium 2017 zum 25-jährigen Bestehen dieser Aktion", sagt der 45-Jährige.

Quelle: RP
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