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Die Hüter der Festhalle

Die Hüter der Festhalle
Limbach (75), Hermann Gerstein (81) und Rüdiger Schmitz (56, r.) vom Vorstand des Fördervereins "Festhalle Viersen" wollen ab Herbst bei der Sanierung der Festhalle helfen. Dafür sammeln sie Spenden. RP-Foto: F. Busch FOTO: Adelheid
Viersen. Der Förderverein der Festhalle plant im Herbst Sanierungen an Viersens guter Stube. Vorstandsmitglieder Rüdiger Schmitz und Adelheid Limbach sowie Vereinsgründer Hermann Gerstein stellen ihre Ideen auf unserem roten Sofa vor

Der Förderverein der Festhalle Viersen und die Stadtverwaltung planen Sanierungen am denkmalgeschützten Gebäude . Was muss gemacht werden?

Rüdiger Schmitz Es sind unterschiedliche Maßnahmen: Die Außentreppen aus Naturstein müssen instandgesetzt werden. Die Säulen, die mit Terrazzo verkleidet sind, sind an zahlreichen Stellen gerissen. Das ist mehr als ein optischer Makel. Wenn Wasser eindringt, kann es bei Frost zu weiteren Schäden führen. Zudem zeigt auch der Außenputz im Erdgeschoss Feuchtigkeitsschäden.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Schmitz Zurzeit läuft das Ausschreibungsverfahren. Wir wollen die Sanierung im Herbst beginnen, noch vor dem Winter. Wir rechnen zurzeit mit Kosten von rund 25.000 Euro. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und dem Denkmalschutz werden jetzt die Arbeiten abgestimmt. Bisher war die Zusammenarbeit sehr hervorragend. HERMANN GERSTEIN Dabei werden wir als Förderverein den Teil, den wir leisten können, beisteuern - natürlich in Absprache mit unserem Schatzmeister.

Wird es spezielle Aktionen geben, bei denen Sie Spenden dafür sammeln?

Adelheid Limbach Das ist zurzeit nicht geplant. Wir werden unsere Mitglieder gezielt ansprechen.

Der Förderverein besteht in diesem Jahr seit 20 Jahren. Gibt es eine Feier?

Limbach Wir feiern erst wieder in fünf Jahren. SCHMITZ Es gab ja bereits außergewöhnliche Veranstaltungen in den vergangenen Jahren wie das Konzert von Anne-Sophie Mutter zum hundertjährigen Bestehen der Festhalle 2013. Auch das Jazzfestival, das die Stadtverwaltung organisiert und das wir als Verein fördern, bietet wieder ein exzellentes Programm.

Dennoch wird dieses Jahr für Sie ein besonderes. Neben der 30. Auflage des Jazzfestivals bereiten Sie als Förderverein die letzte Ausgabe des "Viersener Musiksommers" für 2017 vor.

Limbach Mit dem Musiksommer endet ein Kapitel. Der bisherige künstlerische Leiter Homero Francesch hatte 2015 seinen Rückzug erklärt. Wir haben aber Troels Svane für die letzte Ausgabe gewinnen können.

Was kommt danach?

Schmitz Wir haben unterschiedliche Ideen für neue Aktivitäten, werden darüber im Vorstand sprechen.

Sie haben zurzeit rund 120 Mitglieder. Spüren Sie Schwierigkeiten, Spender oder Nachwuchs zu finden?

hermann gerstein Unser Verein hat einen guten Namen, wir können uns auf unsere Hauptsponsoren, die Sparkasse Krefeld und die NEW, verlassen. Doch es ist schwierig, Menschen zu finden, die nicht nur mit Herz und Seele für die Festhalle engagiert sind, sondern die auch die Zeit haben.

Doch ohne diese Begeisterung für die Festhalle als Hort der Kultur wäre ihr Verein ja gar nicht gegründet worden und sie hätten nicht mehr als 1,8 Millionen Euro sammeln können.

Gerstein Das ist richtig. Im Jahr 1988 hatte ich festgestellt, dass die Festhalle zunehmend vergammelt, und habe bei den Konzertbesuchern nach Gleichgesinnten gesucht. Dabei habe ich so viele Unterstützer gefunden, dass wir - mit Unterstützung damals von Bürgermeisterin Marina Hames, des Stadtdirektors und Kulturdezernenten Dr. Jörg Dinger und von Kulturreferentin Adelheid Limbach - 1996 den Förderverein gründen konnten.

Was ist für Sie der nächste wichtige Termin?

Alle Natürlich das Jazzfestival.

DANIELA BUSCHKAMP FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
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