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Brüggen
Die Kurve in Hülst wird entschärft

Brüggen: Die Kurve in Hülst wird entschärft
Dieser Unfall in Hülst forderte am 20. November mehrere Verletzte. FOTO: haha
Brüggen. Nach mehreren Unfällen wird das zulässige Tempo in der S-Kurve von 70 auf 50 km/h reduziert. Die Mittellinie wird auffälliger markiert, zudem werden Pfeile angebracht. Mittelfristig soll die Kurve begradigt werden Von Heike Ahlen und Birgit Sroka

Die S-Kurve bei Hülst auf der B 221 hat mittlerweile eine traurige Berühmtheit. Immer wieder passieren dort schwere Unfälle mit Schwerverletzten - und auch Toten. Eine "Unfallhäufungsstelle" im Sinne des Gesetzes ist es indes nicht. Die Kriterien dafür sind eng gesteckt - die Unfälle, die sich dort häufen, müssen alle von der gleichen Art sein. Das ist dort aber nicht der Fall.

Und dennoch: Weil es immer wieder dort kracht, beschäftigen sich Gemeinde, Kreis, Landesbetrieb Straßen.nrw und Polizei mit der Kurve.

Wohnhäuser und Grundstücke auf der linken Straßenseite in Fahrtrichtung Kaldenkirchen und eine Bauernhofanlage auf der rechten Straßenseite grenzen an die Bundesstraße. "Immer wieder geraten dort Fahrzeuge in das gleiche Mäuerchen", erklärt Bürgermeister Frank Gellen. "Auf Bitten der Anwohner haben wir das Fahrverhalten der Autofahrer dort bereits überprüfen lassen." Der Landesbetrieb Straßen.NRW nahm Messungen in beide Fahrtrichtungen vor. Entgegen aller Vermutungen sei es dabei nicht zu Auffälligkeiten gekommen, so Gellen. Auch die Griffigkeit der Straße wurde geprüft und für gut befunden.

Nachdem am 18. und 20. November innerhalb von weniger als 48 Stunden zwei schwere Unfälle passiert waren, gab es dann ein kurzfristiges Treffen. "Auch wenn es keine objektiven Gründe zu geben scheint, warum hier Unfälle passieren, waren sich alle Beteiligten einig, dass etwas getan werden muss", sagt Brüggens Bürgermeister.

Zumal sich herausstellte, dass die Unfälle, die seit 2013 geschahen, doch eine Gemeinsamkeit haben: Sie hatten etwas mit Nässe zu tun. Deswegen soll dort in Zukunft bei Nässe Tempo 50 statt wie bisher Tempo 70 gelten. Die Mittellinie wird auffälliger markiert, zudem werden Pfeile angebracht, die auf der Spur nach rechts weisen, um die Autofahrer auf die Kurvensituation aufmerksam zu machen und sie dazu zu bringen, rechts zu fahren, um nicht in den Gegenverkehr zu geraten.

"Besonders gefreut hat mich auch, dass der Landesbetrieb die bauliche Entschärfung der Kurve jetzt auch in die Planung aufgenommen hat", sagt Gellen. Das bedeutet, dass die Kurve begradigt werden soll. Das geschieht nicht von heute auf morgen. Dazu ist Grunderwerb nötig, und es handelt sich um eine aufwändige Umbaumaßnahme. Ein Angebot des ortsansässigen Landwirtes liege der Gemeinde vor, den Bauernhof dafür verkaufen zu wollen. Wann dies geschehen kann, ist abhängig von einer möglichen Finanzierung des Kaufs für den Straßenumbau.

Die neuen Streifen und Pfeile sollen aber noch vor Weihnachten aufgebracht werden, falls die Witterung mitspielt.

Zusätzliche Straßenschilder werden auf die unfallträchtige Stelle hinweisen. "Hohe Leitpfosten wurden vom Land nicht genehmigt", bedauert Frank Gellen.

Quelle: RP
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