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Viersen
Die Oktav - ein Zeichen inniger Frömmigkeit

Viersen: Die Oktav - ein Zeichen inniger Frömmigkeit
Die Irmgardisoktav begann am Sonntag und endet in einer Woche mit einem Hochamt. FOTO: Busch
Viersen. Die Irmgardisoktav gehört zu Süchteln wie die Höhen, das Heimatmuseum oder der Weberbrunnen. Seit über 500 Jahren gibt es sie und seit 351 Jahren die Irmgardiskapelle auf dem Heiligenberg. Am gestrigen leicht sonnigen und trockenen ersten Sonntag im September wurde die Oktav nun mit dem Waldgottesdienst vor rund 500 Gläubigen auf dem Heiligenberg offiziell eröffnet. Von Manfred Baum

"Nun jauchzt dem Herrn, alle Welt." Mit diesem Lied wurde der Waldgottesdienst eröffnet. Die Oktav selbst steht in diesem Jahr unter dem Motto: "Halt an, wo läufst du hin?" Mit Andachten und den Begegnungen sind die Gläubigen eingeladen, "innezuhalten" und "in sich zu gehen" in einer immer schnelllebigen Zeit, in der Menschen aus anderen Ländern bei uns eine neue Heimat suchen und längst nicht in allen Ländern der Europäischen Union willkommen sind. Die Irmgardisoktav bietet Raum und Zeit zur Besinnung und um zu sich zu finden. Das taten am gestrigen Morgen die Gottesdienstbesucher auf dem Heiligenberg. Sie ließen sich auch nicht abhalten von Mountain-Bikern, die noch nicht einmal Zeit fanden von ihrem Rad abzusteigen.

Der Gottesdienst wurde mitgestaltet von den Kirchenchören aus Süchteln und Süchteln-Vorst. Bevor der Gottesdienst gefeiert wurde, zog ab 9.30 Uhr eine Prozession von der Pfarrkirche, begleitet von den Schützen und einer Musikkapelle zum Heiligenberg. Dorthin wurde die Reliquie der Heiligen Irmgardis übertragen. Das Schlusslied war selbstverständlich ihr gewidmet: "Preist freudig die Fürstin, die hehre Tochter vom Niederrhein. St. Irmgard zu Lob und Ehre stimmt alle voll Jubel ein."

Bereits am Samstag hatte es im Irmgardisstift eine gut besuchte Messe gegeben unter Mitwirkung des MGV Eintracht Süchteln-Sittard. Dieser Messe folgte eine Einstimmung im Stift mit dem Ensemble Papillon. Es gab Musik zu hören aus verschiedenen Epochen für Blockflöten und historische Instrumente.

Die Oktav endet dann am kommenden "Wahlsonntag" mit einem Hochamt und am Nachmittag mit der feierlichen Vesper mit Pfarrer Roland Klugmann (Viersen) und den rund zwei Dutzend Schützenbruderschaften aus der Gesamtstadt Viersen. Bis dahin wird an der Irmgardiskapelle auf dem Heiligenberg auch die alte Stadtfahne der Stadt im Grünen wehen.

Was am gestrigen Sonntagmorgen weniger schön war, war die Tatsache, dass Parkplätze rar waren und die Zufahrt zur Müllstation auf den Höhen voll geparkt war mit Fahrzeugen. Auf den Höhen fanden offensichtlich noch verschiedene Sportveranstaltungen statt.

Quelle: RP
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