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Niederkrüchten
Die Romeros träumen vom Schlager-Himmel

Niederkrüchten. Mit der ersten CD "Tausend Träume" landete das Trio aus Niederkrüchten auf Platz Neun der Charts Von Wiltrud Wolters

Der Titel ihrer ersten CD ist Programm: Tausend Träume. Die Romeros, André Wolff sowie Klaus-Robert Vosdellen aus Niederkrüchten und Ralf Bolten aus Mönchengladbach-Holt, müssen sich in diesen Tagen ab und an mal kneifen, denn in der ersten Woche stürmten sie gleich auf Platz neun der Charts. "Das fühlt sich schon klasse an", sagt André Wolff. "Wir hatten gesagt, dass wir ein Fass aufmachen, wenn wir unter den ersten 50 sind. Jetzt haben wir es auch ausgetrunken", meint Vosdellen. "Auf einmal stehen wir mit Ross Antony oder Nicole auf der Bühne. Da stehst du schon mal stramm", sagt Bolten. Überrascht und mit großer Begeisterung tauchen die Romeros in die ihnen bekannte und nun doch so neue Welt des Musikbusiness ein. Heute ein Auftritt in Hamburg, morgen ein Interview in Belgien und übermorgen in den Niederlanden, Autogrammkarten-Tour in Ostdeutschland oder Videodreh auf Mallorca. "Das ist schon komisch, wenn man morgens um 7 Uhr in die Maske muss und mit Lidschatten und Lippenstift geschminkt wird", meint Bolten.

Für das Trio im reiferen Alter ist das alles Neuland. Bolten arbeitete zuletzt zwölf Jahre als DJ auf Mallorca. Vosdellen beschäftigte sich hauptberuflich mit Autos. Nur André Wolff saß immer schon im Studio, komponierte und sang, unter anderem mit den Kolibris. Sein Studio in Laar ist den Romeros nun zur zweiten Heimat geworden. Dort proben sie mehrmals in Woche vor einem riesengroßen Spiegel, machen sich fit für die Live-Auftritte, arbeiten mit der Unterstützung ihrer Plattenfirma Telamo am zweiten Album. Mit ihrer Musik zum Träumen wollen sie die Menschen auf dem Alltagstrott für ein paar Stunden in eine andere, heile Welt entführen. "Wir wollen unsere Freude auf andere projezieren", sagt Bolten. Bei ihrer Musik legen sie Wert darauf, selbst den Input zu liefern. Wolff komponiert die Titel selbst, Vosdellen liefert die Texte dazu. "Wir wollen zurück zu den Wurzeln, mit möglichst wenig Plastik und möglichst wenig Elektronik", erklären die Musiker.

Nicht umsonst kommt die erste CD im Design einer Schallplatte daher. Noch wissen die drei nicht, wohin sie ihr neuer Weg führt. Es sei aufregend und viel stressiger, meinen sie. Eines aber wissen sie ganz sicher. "Wir wollen bodenständig bleiben, denn wir wissen, wo wir herkommen", sagt Bolten.

Quelle: RP
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