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Serie Grünes Glück
Die Rosenkönigin aus Lobberich

Serie Grünes Glück: Die Rosenkönigin aus Lobberich
Mitten in ihrem grünen Reich: Christa Brüggemann pflegt Rosen und viele Kräuter, Lavendel und Buchs im Garten in Lobberich. Aus und mit Rosen und Kräutern zaubert sie kulinarische Köstlichkeiten. FOTO: Kallianteris
Viersen. Christa Brüggemann liebt Rosen - im Garten und auf dem Teller. In ihrem grünen Reich fassen Lavendel und Buchs die bunten Rosenbeete ein. In ihrer Rosenküche zaubert sie kulinarische Köstlichkeiten aus Rosen und Kräutern Von Jiota Kallianteris

Lobberich Im Garten von Christa Brüggemann in Lobberich dominieren Rosen. Wohin der Betrachter auch schaut: Überall stehen Rosen. Die Königin der Blumen dominiert die im französischen Stil gehaltene Anlage. "Seit meinem zwölften Lebensjahr bin ich extrem von Rosen fasziniert", sagt Christa Brüggemann. Doch ihre Rosen schmeicheln nicht nur dem Auge des Betrachters, für Brüggemann bedeuten die Rosen weitaus mehr: In ihrer Rosenküche zaubert sie kulinarische Köstlichkeiten aus und mit Rosen: "Daher haben diese wunderschönen Blumen einen ganz besonderen Platz in meinem Garten."

Der französische Stil ihres Paradieses wird durch die vielen Lavendelsträucher und immergrünen Buchsbäume definiert. Natürlich dürfen die steinernen Gargoyles als Wächter, die das Böse abschrecken sollen, nicht fehlen. Mit kleinen und größeren Wasserecken und -quellen runden sie die Atmosphäre ab.

In den hinteren Bereich des Gartens gelangt man über einen Holzsteg, der über einen kunstvoll mit Steinen nachgebildeten Flusslauf führt. Hier erwartet den Besucher eine Überraschung, denn der Garten wird durch Hecken und einen wohnlich umgebauten Bauwagen vom vorderen, französischen Teil abgetrennt. Plötzlich befindet sich der Besucher in einem Symbolgarten nach Hildegard von Bingen. Denn Brüggemann beschäftigt sich auch mit Kräuter- und Räucherkunde und bietet Kurse und Exkursionen dazu an. In diesem Teil ihres Gartens hat sie einen sonnenförmigen Kräuter- und Schulgarten getreu den Vorgaben der heilkundigen Mystikerin des Mittelalters angelegt. "Ich habe mir die Sonne als Symbol meines Kräutergartens ausgesucht, da sie allem Leben einhaucht und durch ihr Licht die Bäume, Pflanzen, Blumen und Kräuter wachsen und gedeihen", erinnert sich Brüggemann an die Anfänge. Dort duftet es herrlich nach Lavendel, aber auch nach Kräutern wie Rosmarin, Liebstöckel und Bohnenkraut. "Hier wachsen Gehölze, Sträucher und Beeren. Wermut, Knoblauchranke und Salbei sind einige der Heilkräuter, die ich hier anbaue. Viele davon eignen sich hervorragend zum Räuchern. Zuvor werden sie getrocknet, entsprechend verarbeitet und zu speziellen Räuchermischungen verarbeitet", erklärt die Kräuterfachfrau.

Brüggemann nimmt nicht nur jährlich an der Aktion "Offene Gartenpforte" teil, sondern bietet regelmäßig auch Kräuter- und Räucherseminare sowie Exkursionen für Erwachsene und Kinder an. Sie erklärt: "Die Welt der Kräuter und Gewürze ist hochinteressant. Leider ist viel altes Wissen darüber verloren gegangen. Ich möchte dazu beitragen, dass die Menschen sich wieder an die Heilkräfte der Natur erinnern. Gerade in einer Welt, in der Chemie und Umweltgifte auf dem Vormarsch sind, sollten wir diese Kräfte umso mehr nutzen."

Quelle: RP
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