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Niederkrüchten
Die Tafel muss umziehen

Niederkrüchten: Die Tafel muss umziehen
Das Kühlfahrzeug eröffnet der Niederkrüchtener Tafel neue Möglichkeiten. Der Vorstand mit (v.l.) Siegfried König (2. Vorsitzender), Jochen Petig (Fahrdienst), Simone Beckers (1. Vorsitzende) und Bernd Lötzner (Kassierer) sucht aber noch einen neuen Lager- und Ausgaberaum. FOTO: RPO
Niederkrüchten. Etwa 50 Bedürftige versorgt die Niederkrüchtener Tafel jede Woche mit Lebensmitteln. Um dieses Angebot aufrecht erhalten zu können, sucht die Tafel neue Räumlichkeiten und weitere ehrenamtliche Helfer. Von Jochen Smets

Die Niederkrüchtener Tafel hat ein Problem: zu wenig Platz. Die Ausgabestelle in der Evangelischen Kirche an der Schillerstraße stößt an ihre Grenzen. Auch an Lagerraum mangelt es. Die 1. Vorsitzende Simone Beckers hat ihre Garage und die private Kühltruhe weitgehend ausgeräumt, um die Lebensmittel-Spenden zu verstauen. Gesucht wird deshalb ein Lager- und Ausgaberaum – möglichst 50 bis 80 Quadratmeter groß und idealerweise in der Nähe einer Bushaltestelle gelegen, sagt der stellvertretende Vorsitzende Siegfried König. Auch ausrangierte, aber noch funktionsfähige Kühlschränke stehen auf der Wunschliste.

Kühlfahrzeug aus Spenden gekauft

Ein weiteres Problem konnte die Tafel jetzt lösen: Kürzlich wurde ein Kühlfahrzeug angeschafft, mit dem das Tafel-Team Lebensmittel-Spenden unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften einzusammeln kann. 6 900 Euro kostete das Gebrauchtfahrzeug. Finanzieren konnte die Tafel das komplett aus Spenden.

Die Tafel sammelt Lebensmittel ein, die – obwohl qualitativ einwandfrei – im Wirtschaftskreislauf nicht mehr verkauft werden können und ansonsten oft im Müll landen. Dazu zählen Lagerbestände mit nahendem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, Backwaren vom Vortag, falsch verpackte Ware oder Obst und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern. Spender sind Supermärkte in der Region, Landwirte und Bäckereien. Auch Überproduktionen großer Lebensmittelhersteller landen oft bei den Tafeln.

Die Niederkrüchtener Tafel bedient jeden Freitag in der Zeit zwischen 15 und 17 Uhr in der Evangelischen Kirche, die dafür einen Raum zur Verfügung stellt, etwa 50 Abholer. Zählt man Kinder oder Angehörige von Bedarfsgemeinschaften dazu, versorgt die Tafel in der Gemeinde schätzungsweise 150 Bedürftige. Die Abholer sind Empfänger von Arbeitslosengeld, Asylbewerber oder auch ältere Menschen mit sehr kleiner Rente. Sie müssen ihre Bedürftigkeit durch offizielle Dokumente regelmäßig nachweisen und können dann bei der Tafel Lebensmittel erhalten. Die Bedürftigen haben das vor einem Jahr gestartete Angebot mit großer Dankbarkeit angenommen, sagt König.

Gesucht wird aber nicht nur ein neuer, größerer Lager- und Ausgaberaum. Gesucht werden auch freiwillige Helfer. Das Ehrenamtler-Team der ersten Stunde ist geschrumpft. "Wer sich an einer wirklich guten und sinnvollen Sache beteiligen möchte, ist bei uns jederzeit herzlich willkommen", betont König.

Quelle: RP
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