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Viersen
Die Tour de France führt nicht durch Willich

Viersen. "Der Traum ist schön, aber es bleibt ein Traum" - so drückte es Bernd-Dieter Röhrscheid, SPD-Fraktionsvorsitzender, im Willicher Haupt- und Finanzausschuss aus. Gemeint war die Idee der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Niederrhein Tourismus, ob Willich daran interessiert sei, sich allein oder in einer Gemeinschaft von fünf Kreiskommunen darum zu bewerben, eine Durchfahrtsetappe des zweiten Tags der Tour de France 2017 zu werden. Die Tour startet am 1. Juli in Düsseldorf. Der Ausschuss folgte einstimmig der Ablehnung.

Die Verwaltung hatte den Vorschlag der Niederrhein Tourismus in die Tagesordnung der Sitzung aufgenommen und dazu Stellung bezogen: Wenn es eine Gemeinschaft von fünf Kommunen geben würde, dann müsste jede sich an der Organisation beteiligen und zusätzlich 10.000 Euro aufbringen - eine Einzelkommune entsprechend 50.000 Euro. Im Kreis hätten sich Brüggen und Nettetal positiv zu der Beteiligung an einer Bewerbung geäußert, beide wollten aber noch die Rahmenbedingungen klären. Einerseits sieht die Verwaltung eine Möglichkeit, den Bekanntheitsgrad der Stadt Willich erheblich zu steigern, andererseits sei der Verwaltungsvorstand zum Ergebnis gekommen, dass "der mögliche Werbeeffekt in keinem vertretbaren Verhältnis zu den Kosten steht".

Röhrscheid führte noch an, er habe Rücksprache mit den Radsport-Vereinen in der Stadt gehalten. Diese hätten signalisiert, dass sie die Organisation nicht stemmen könnten.

Die Verwaltung wies noch auf die zwischenzeitliche Entwicklung hin, dass die Stadt Mönchengladbach bereits als zweite Tour-Etappe fest stehe. Und laut der Verwaltung entstünden dem Nachbarn dadurch Kosten von 100.000 Euro. Das sei mehr als die gesamten städtischen Zuschüsse an die Mönchengladbacher Vereine.

(djm)
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